Bei Registrierkassen getrickst: Razzien bei Gastronomen

Innsbruck/Salzburg/Linz (APA) - Wegen mutmaßlich manipulierter Registrierkassen haben Steuerfahnder und Finanzpolizei bei sechs Gastronomieb...

Innsbruck/Salzburg/Linz (APA) - Wegen mutmaßlich manipulierter Registrierkassen haben Steuerfahnder und Finanzpolizei bei sechs Gastronomiebetrieben in Tirol, Salzburg und Oberösterreich Razzien durchgeführt, schreibt die „Tiroler Tageszeitung“ (Samstag). Die Betriebe sollen mittels einer Software ihre tatsächlichen Umsätze um bis zu 25 Prozent geschmälert, also ein Viertel ihrer Einnahmen schwarz kassiert haben.

Wie hoch der Schaden für den Fiskus ist, teilte das Finanzministerium der Zeitung mit dem Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht mit. Der Fall werde demnächst an die Staatsanwaltschaft übergeben.

Durch Registrierkassentricks soll dem Finanzminister bisher jährlich mindestens 1 Mrd. Euro entgangen sein, so die „TT“. Laut der im Jänner in Kraft getretenen Registrierkassenpflicht, die nicht nur für Gastronomen, sondern beispielsweise auch für Taxler und Ärzte gilt, müssen Unternehmen nicht manipulierbare Kassen verwenden. Die Steuereinnahmen sollen so um 900 Mio. Euro steigen.