Paris-Terror - „Wir lassen uns nicht unterkriegen“

Paris (APA) - „Wir lassen uns nicht unterkriegen“, sagt der 28-Jährige Francois - er verbringt den Samstagabend gemeinsam mit einem Freund i...

Paris (APA) - „Wir lassen uns nicht unterkriegen“, sagt der 28-Jährige Francois - er verbringt den Samstagabend gemeinsam mit einem Freund in einer Bar, nicht einmal 200 Meter vom Club „Bataclan“ entfernt in der Pariser Innenstadt am Boulevard Voltaire. Direkt neben dem Lokal beginnt die Sperrzone der Polizei. Draußen vor der Tür packen die Journalisten zusammen, währenddessen steigt die Stimmung in der Bar.

Die Menschen tanzen, singen, sie feiern. „Das Leben geht weiter“, lautet das Motto der Pariser. „Wir sind hier für die Opfer, wir müssen weitermachen“, sagt der 27-Jährige Gerald. Er wohnt im seit Freitagabend abgeriegelten Bereich. „Natürlich habe ich Angst. Aber deshalb kann ich mich nicht daheim einsperren“, meint Gerald.

Es wird „Imagine“ von John Lennon gespielt, so gut wie alle Lokalgäste singen mit, ebenso bei „Everything‘s gonna be alright“ von Bob Marley. „Ich bin heuer schon zweimal knapp dem Tod entkommen“, erzählt Francois. Bei den „Charlie Hebdo“-Anschlägen befand er sich unmittelbar neben dem Lebensmittelgeschäft, in dem Geiseln genommen wurden. „Gestern war ich auf der Straße, als mir Menschen entgegengekommen sind und geschrien haben ‚renn, renn davon‘“, sagt Francois. „Ich hatte zweimal hintereinander Glück.“