Paris-Terror - Montenegros Regierung spricht von „Spekulationen“

Podgorica/Paris (APA) - Montenegrinische Regierungsquellen haben am Samstagabend Informationen, wonach ein am 5. November in Deutschland fes...

Podgorica/Paris (APA) - Montenegrinische Regierungsquellen haben am Samstagabend Informationen, wonach ein am 5. November in Deutschland festgenommener Bürger Montenegros mit dem Terrorangriff in Paris in Verbindung stehen könnte, als „bösartige Spekulationen“ zurückgewiesen. Das berichtete die Presseagentur MINA unter Berufung auf Regierungsquellen.

Die Polizeiverwaltung in Podgorica ließ zuvor wissen, dass die Informationen, über die sie derzeit verfüge und von der deutschen Polizei erhalten worden seien, nicht auf eine Verbindung des 51-jährigen Montenegriners mit dem Angriff in Paris hindeuten würden, berichtete das Internetportal der Tageszeitung „Vijesti“. Die montenegrinische Regierung teilte ferner in einer Aussendung am Samstagabend mit, dass Interpol Wiesbaden nicht sagen könne, ob der 51-Jährige mit den Anschlägen in Paris in Zusammenhang stehe.

Bei dem Festgenommenen handle es sich um einen orthodoxen Bewohner Podgoricas, der der montenegrinischen Polizei nicht für schwere Straftaten bekannt sei, teilte die Polizeiverwaltung in Podgorica mit. Laut „Vijesti“ war der Mann nach Deutschland über Kroatien, Slowenien und Österreich eingereist.

Das bayerische Landeskriminalamt hatte zuvor mitgeteilt, dass am 5. November ein Mann aus Montenegro festgenommen worden war, der „in verschiedenen Verstecken“ in seinem Auto acht Maschinengewehre, zwei Pistolen, einen Revolver, zwei Handgranaten und 200 Gramm Sprengstoff verborgen hatte. Der 51-Jährige sitzt demnach in der Justizvollzugsanstalt Traunstein. Das Landeskriminalamt erklärte, Zusammenhänge mit den Anschlägen in Paris würden geprüft.