Osttirol

Neues Licht für Stadtmauer, Unterführung trockengelegt

© Blassnig

Schummrige Ecken und Schmierereien an der alten Stadtmauer sollen der Vergangenheit angehören. Die Ostspange ist jetzt regensicher.

Von Christoph Blassnig

Lienz –Die alte Stadtmauer beim BORG Lienz ist ein Bauwerk mit Geschichte. Wo tagsüber Schülergruppen Pause machen, lernen oder ihre Freistunden verbringen, sorgen unbekannte Besucher nach Sonnenuntergang für Anrainerbeschwerden: Manche nützen die dunklen Bereiche für den nächtlichen Zeitvertreib. Teile des Gemäuers tragen mittlerweile Sprayaufschriften und Graffiti. Das soll nicht mehr vorkommen.

Der Gemeinderat hat Kostenvoranschläge zur Beleuchtung der dreiteiligen Mauer mit eingeschlossenem Turm erstellen lassen, um jugendlichem Übermut in Zukunft Einhalt zu gebieten. „Das war bereits im Budget und steht mit dem heutigen Beschluss vor der Umsetzung“, sagte BM Elisabeth Blanik in der letzten Gemeinderatssitzung.

Die alte Stadtmauer wird auf ihrer gesamten Länge mit LED-Bodeneinbaustrahlern in ein stimmungsvolles Licht getaucht. „Die schummrigen Ecken leuchten wir aus und erwarten uns die erwünschte Wirkung“, so Blanik. Der Gemeinderat hat das Projekt einstimmig beschlossen. Kosten: knapp dreiundzwanzigtausend Euro.

Im Gemeinderat berichtete BM Elisabeth Blanik auch, dass die Arbeiten an der neuen Entwässerungsanlage für die Unterführung der L318 Lavanter Straße unter den Gleisen der ÖBB (Teil der „Ostspange“ in Lienz) bereits kurz vor der Fertigstellung stünden. Inzwischen sind auch die letzten oberflächlichen Erdarbeiten abgeschlossen. 165.000 Euro hat die Erneuerung der Hebeanlage gekostet. In den letzten Jahren ist es bei starken Regenfällen zweimal zu Überflutungen des Straßenabschnittes gekommen.

„Sowohl Rohrdurchmesser als auch Pumpe waren bei der Errichtung vor fünfzehn Jahren zu klein dimensioniert worden“, erklärt dazu Harald Haider vom Baubezirks­amt Lienz. Die baulichen Vorgaben und tatsächlichen Wetter­ereignisse hätten sich in der Zwischenzeit geändert, und man habe nach aktuellem Stand der Technik komplett neu bauen müssen. „Einem zehnjährigen Unwetter hält die Anlage jetzt stand.“

Die bisher zu klein dimensionierte Pumpe wurde durch zwei stärkere ersetzt. Sollte auch die neue Pumpenleistung kurzzeitig an ihre Grenzen stoßen, fängt ein zusätzlicher Stauraumkanal mit einem Durchmesser von 1,20 Metern die Einlaufspitzen ab und ermöglicht in der Folge ein Abarbeiten der Wassermenge.

„Neu hinzugekommen ist auch ein so genannter Verkehrsflächen-Sicherungsschacht. Dort wird das Straßenabwasser aus der Unterführung gefiltert und anschließend erst in die Drau eingeleitet“, erläutert Haider den Funktionsumfang der neuen Anlage.

Die Kosten teilen sich Land Tirol und Stadt Lienz drei zu einem Viertel. Der Gemeinderat hat die Übernahme von anteilsmäßig rund einundvierzigtausend Euro einstimmig beschlossen.

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Catharina Oblasser

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