Künstlerhaus: Einstieg der Haselsteiner-Stiftung keine „Übernahme“

Wien (APA) - Bei der geplanten Kooperation des Wiener Künstlerhauses mit der Haselsteiner Familienprivatstiftung, in deren Rahmen auch die S...

Wien (APA) - Bei der geplanten Kooperation des Wiener Künstlerhauses mit der Haselsteiner Familienprivatstiftung, in deren Rahmen auch die Sanierung des Hauses erfolgen soll, handle es sich nicht um eine „feindliche Übernahme“, sondern um eine „Jahrhundertchance“. Das erklärten die Vorstandsmitglieder der Gesellschaft bildender Künstlerinnen und Künstler Österreichs (GBKKÖ) in einer Aussendung.

Das Künstlerhaus, respektive die GBKKÖ, weise „mit Entschiedenheit alle Anwürfe und Einmischungen von falsch informierten Außenstehenden zurück“, die Kritik an der geplanten Zusammenarbeit mit der Stiftung des Industriellen Hans-Peter Haselsteiner übten. „In Wirklichkeit ist es in einem großartigen Verhandlungserfolg gelungen, nicht nur das Künstlerhaus für die KünstlerInnen zu erhalten, sondern darüber hinaus die GBKKÖ erstmals seit Jahrzehnten des zähen Überlebenskampfes in die Lage zu versetzen, für die Kunst und die KünstlerInnen im eigenen Haus und weit darüber hinaus aktiv zu werden, wie es ihrer Bestimmung entspricht“, heißt es.

Unbegründet seien auch Gerüchte, wonach das Stadtkino oder das Koproduktionshaus „brut“ im Künstlerhaus gefährdet seien: „Durch die in der Kooperation vorgesehene Sanierung erhalten beide endlich jenen bautechnischen Zustand, der für erfolgreiche Kunst- und Kulturarbeit geboten ist“.

Über eine Annahme des Angebots der Stiftung wird in einer außerordentlichen Hauptversammlung im Laufe des November abgestimmt. Bei der GBKKÖ-Hauptversammlung Ende September wurde keine Entscheidung getroffen.