Leichtathletik: Russischer Verband plant Sondersitzung am 16. Jänner

Moskau (APA/dpa) - Zur Bewältigung des Dopingskandals will der russische Leichtathletikverband bei einer Sondersitzung am 16. Jänner 2016 mi...

Moskau (APA/dpa) - Zur Bewältigung des Dopingskandals will der russische Leichtathletikverband bei einer Sondersitzung am 16. Jänner 2016 mit der Wahl neuer Funktionäre einen Weg aus der schweren Krise finden. Die zweifache Olympiasiegerin und ehemalige Mittelstreckenläuferin Swetlana Masterkowa wolle sich um den Chefposten bewerben, gab das Sportministerium in Moskau am Sonntag bekannt.

Eine Kandidatur von Stabhochsprung-Weltrekordlerin Jelena Isinbajewa sei offen, hieß es. Zu der Sondersitzung werde der Weltverband (IAAF) Beobachter entsenden, kündigte Sportminister Witali Mutko an. Zudem werde eine Sonderkommission die massiven Dopingvorwürfe gegen Sportler und Trainer prüfen. Ihr sollen auch Vertreter anderer Verbände angehören. Der IAAF hatte Russland wegen der schweren Dopingvorwürfe vorerst suspendiert.

Mutko sagte, er wisse von Vorschlägen, wegen der Sperre russische Sportler unter olympischer Flagge an den Start gehen zu lassen - etwa bei den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro. Er wolle aber, dass russische Sportler unter der Fahne des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) Russlands um Medaillen kämpfen. Bei gedopten Athleten wolle die Führung in Moskau möglicherweise die Sanktionen verschärfen und künftig das Strafrecht anwenden, warnte der Vertraute von Präsident Wladimir Putin der Agentur Tass zufolge.