G20-Gipfel

Überraschendes Treffen zwischen Putin und Obama beim G20-Gipfel

Unvorhergesehenes Treffen in Antalya: Barack Obama und Wladimir Putin.
© Reuters

Russlands Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Barack Obama haben in der Türkei ein bilaterales Krisen-Gespräch zur Weltlage abgehalten. Das Gespräch kam überraschend.

Belek – Erst ein langes Händeschütteln und dann eine informelle Gesprächsrunde am Kaffeetisch: Inmitten der Spannungen wegen des Syrien-Konflikts haben sich US-Präsident Barack Obama und Russlands Präsident Wladimir Putin am Rande des G-20-Gipfels in der Türkei überraschend ausführlich unterhalten.

Wie Bilder des staatlichen türkischen Fernsehens zeigten, setzten sich Obama und Putin nach der ersten Gipfelsitzung am Sonntag an einem kleinen Beistelltisch zusammen. Beide beugten sich nach vorne und gestikulierten während der offenbar lebhaften Unterhaltung angeregt.

Die Begegnung war nicht angekündigt worden, im Gegenteil hatte ein offizielles Treffen zwischen den beiden Präsidenten im Vorfeld des G-20-Gipfels in der türkischen Urlaubsmetropole Antalya als eher unwahrscheinlich gegolten.

Das Eis schien gebrochen

Das Eis zwischen Putin und Obama war offenbar schon zuvor bei der Aufstellung zum traditionellen Familienfoto gebrochen worden, als sich Putin und Obama die Hand gaben und auch einige Sekunden lang miteinander sprachen.

Die letzten Begegnungen zwischen den beiden waren eher eisig verlaufen. Diesmal legte Obama Putin bei der Begrüßung sogar kurz die Hand auf den Arm. Über die Inhalte der Gespräche wurde zunächst nichts mitgeteilt.

Es war das erste direkte Aufeinandertreffen der Präsidenten seit Russland Ende September Luftangriffe in Syrien gestartet hatte. Die USA und der Westen vermuten dahinter eine Unterstützung von Machthaber Bashar al-Assad. Dies und der Konflikt in der Ukraine hatten die US-russischen Beziehungen auf einen Tiefpunkt sinken lassen.

Das letzte Treffen zwischen Obama und Putin fand im September am Rande der UN-Konferenz in New York statt. Danach begann Russland seine Luftangriffe in Syrien. Zuvor hatte es zwei Jahre lang kein direktes Gespräch gegeben. (APA/AFP/dpa)

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