G-20-Gipfel - Merkel plädiert für mehr legale Einwanderung in EU

Antalya/Belek (APA/AFP) - Deutschland Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat beim G-20-Gipfel dafür geworben, mehr legale Aufnahmemöglichke...

Antalya/Belek (APA/AFP) - Deutschland Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat beim G-20-Gipfel dafür geworben, mehr legale Aufnahmemöglichkeiten für Flüchtlinge in der EU zu schaffen und auch so die hohen Flüchtlingszahlen zu begrenzen. „Aus Illegalität muss schnellstmöglich Legalität gemacht werden“, sagte Merkel am Sonntagabend am Rande des Gipfels im türkischen Antalya.

„Hierfür erfahren wir hier auch sehr viel Unterstützung“, fügte sie hinzu. Dazu gehöre aber auch eine „faire Verteilung der Flüchtlinge in Europa“. Merkel betonte, bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise „müssen wir dort ansetzen, wo die Flüchtlinge herkommen“. Entscheidend sei „eine Sicherung der Außengrenzen in der EU“.

Zudem müssten die Fluchtursachen bekämpft werden, zu denen die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), der Krieg in Syrien sowie die kriegerischen Auseinandersetzungen im Irak gehörten. Merkel kündigte dazu Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und US-Präsident Barack Obama am Rande des Gipfels an. „Wir alle wissen, dass die Zeit drängt, um damit Millionen von Flüchtlingen auch wieder Hoffnung zu geben.“

Nach den Anschlägen von Paris geht von dem G-20-Gipfel nach den Worten Merkels zudem das Signal aus, „dass wir stärker sind als jede Form von Terrorismus“. Sie forderte die Aufklärung der Taten und ihrer Hintermänner und warnte vor voreiligen Verdächtigungen. Die Aufklärung sei wichtig nicht nur für die Opfer und deren Angehörige sowie für die künftige Sicherheit, „und das sind wir auch den vielen unschuldigen Flüchtlingen schuldig, die vor Krieg und Terrorismus fliehen“, sagte Merkel.

Weniger als 48 Stunden nach der Anschlagsserie in Paris hatte zu Mittag in Antalya der Gipfel der Staats- und Regierungschefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer begonnen. Zu dem Anschlag in Paris mit fast 130 Toten vom Freitag hatte sich die IS-Miliz bekannt. Eigentlich sollten Wirtschaftsthemen sowie der Klimaschutz im Mittelpunkt des Treffens in Antalya stehen.