Sarkozy fordert elektronische Fußfessel für mutmaßliche Islamisten

Paris (APA/AFP) - Nach der Anschlagsserie in Paris mit mindestens 129 Toten hat Frankreichs Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy ein hartes Vorgehe...

Paris (APA/AFP) - Nach der Anschlagsserie in Paris mit mindestens 129 Toten hat Frankreichs Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy ein hartes Vorgehen gegen mutmaßliche Islamisten gefordert.

Wer in der sogenannten Kartei S der Sicherheitsbehörden von Menschen geführt werde, die mit einem radikalen Islam in Verbindung gebracht werden, solle mit einer elektronischen Fußfessel unter Hausarrest gestellt werden, sagte Sarkozy am Sonntagabend im Fernsehsender TF1.

„Wir müssen unsere Politik der inneren Sicherheit drastisch verstärken“, forderte der konservative Oppositionsführer zwei Tage nach den schwersten Anschlägen in Frankreichs Geschichte. Es gehe um eine „größere Sicherheit für die Franzosen“. In der Kartei S seien derzeit 11.500 Menschen aufgelistet, führte Sarkozy aus. „Ich schlage vor darüber nachzudenken, sie bei sich unter Hausarrest zu stellen, mit einer elektronischen Fußfessel.“

In diesem Jahr hatten mehrere Islamisten, die den Sicherheitsbehörden wegen einer Hinwendung zum radikalen Islam bekannt waren, Anschläge in Frankreich ausgeführt oder geplant. Auch einer der Attentäter vom Freitagabend, der 29-jährige Franzose Omar Ismail Mostefai, war den Sicherheitsbehörden deswegen aufgefallen, über ihn wurde 2010 eine Akte angelegt. Eine ständige Überwachung bedeutet das aber nicht.