Paris-Terror - Frankreich will härter gegen radikal Imame vorgehen

Paris (APA/AFP) - Die französische Regierung plant nach der Anschlagsserie in Paris ein härteres Vorgehen gegen radikale Imame. Im Kabinett ...

Paris (APA/AFP) - Die französische Regierung plant nach der Anschlagsserie in Paris ein härteres Vorgehen gegen radikale Imame. Im Kabinett solle über die Schließung von Moscheen beraten werden, „in denen Hass verbreitet wird“, kündigte Innenminister Bernard Cazeneuve am Sonntag im TV-Sender „France 2“ an.

Der Ausnahmezustand erlaube es, mit Entschlossenheit die Ausweisung von denjenigen voranzutreiben, „die in Frankreich Hass predigen, die unter Terrorverdacht stehen oder an Terrorakten beteiligt waren“, fügte er hinzu.

Bei der Anschlagsserie am Freitagabend in Paris sind mindestens 130 Menschen getötet worden. Zu den Attentaten bekannte sich die jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS). In diesem Jahr haben mehrere Islamisten, die den Sicherheitsbehörden wegen einer Hinwendung zum radikalen Islam bekannt waren, Anschläge in Frankreich ausgeführt oder geplant. Auch einer der Attentäter vom Freitagabend, der 29-jährige Franzose Omar Ismail Mostefai, war wegen seiner Radikalisierung aktenkundig.