Drei Festnahmen nach Verschwinden australischer Surfer in Mexiko

Die beiden Touristen mussten offenbar sterben, weil sie sich bei einem Raubüberfall zur Wehr gesetzt hatten.

(Archivbild).
© AP

Culiacán – Im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Tötung zweier australischer Surfer in Mexiko haben die Behörden drei Verdächtige festgenommen. Diese hätten gestanden, zwei Touristen getötet zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft im mexikanischen Bundesstaat Sinaloa am Freitag mit.

Im vergangenen Monat war in Sinaloa der ausgebrannte Kleinbus der beiden Australier Dean Lucas und Adam Coleman gefunden worden, im Inneren lagen zwei verkohlte Leichen. Die Behörden ermitteln wegen Mordes. Eine offizielle Bestätigung, dass es sich bei den Opfern um die Touristen handelt, gibt es noch nicht, da die DNA-Analyse noch nicht abgeschlossen ist.

Gegen Räuber gewehrt

Staatsanwalt Marco Antonio Higuera sagte, die Verdächtigen hätten gestanden, einem langhaarigen Touristen ins Gesicht geschossen zu haben, als dieser sich bei einem Raubüberfall am 21. November zur Wehr setzte. Dann hätten die Verdächtigen den zweiten Mann erschossen, den Kleinbus woanders hingefahren und ihn mit den beiden Leichen im Inneren angezündet. Zwei weitere Verdächtige seien noch flüchtig. Wann die Festnahmen erfolgten, sagte Higuera nicht.

„Diese Leute gehören zu einer kriminellen Gruppe, die sich auf Fahrzeugdiebstähle und Drogengeschäfte spezialisiert hat und mehrere Morde auf ihrem Konto hat“, sagte der Staatsanwalt. Seinen Angaben zufolge stoppten die Verdächtigen die Australier mithilfe von polizeiähnlichen Leuchtsignalen. Bei der Festnahme seien Polizeiuniformen beschlagnahmt worden.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.

Lucas und Coleman arbeiteten in Kanada und waren zu einem Surfausflug nach Mexiko gefahren. Außerdem wollten sie in Guadalajara Colemans mexikanische Freundin treffen. Zehntausende Menschen wurden im mexikanischen Drogenkrieg bereits getötet oder gelten als vermisst. Angriffe auf ausländische Touristen sind jedoch selten. (APA/AFP)


Schlagworte