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Ruf nach “digitaler Agenda“ für Österreich

Wien – Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) zieht zum Jahresausklang eine kritische Bilanz der heimischen Medienpolitik. Insgesamt s...

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© APA/GEORG HOCHMUTH

Wien –Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) zieht zum Jahresausklang eine kritische Bilanz der heimischen Medienpolitik. Insgesamt sei bei den wichtigsten Baustellen 2015 „zu wenig weitergegangen“, erklärte VÖZ-Präsident Thomas Kralinger. Vor allem in den Punkten Abschaffung des Amtsgeheimnisses, der Reform der Presseförderung und bei der Umsetzung eines Leistungsschutzrechtes für Verlage hätte man „größere Schritte“ erwartet.

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Insgesamt brauche Österreich eine „digitale Agenda“, so Kralinger: „Die Digitalisierung betrifft keineswegs nur Medien, sondern alle Branchen. Eine aktive digitale Wirtschaftspolitik ist essenziell für die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Österreich.“ Für diese Entwicklung müsse die Politik nun zeitgemäße Rahmenbedingungen schaffen, denn „Zuwarten ist keine Option mehr“, führt der VÖZ-Präsident aus. Vielmehr müsse man die Digitalisierung als Chance begreifen. Ein Anreiz, diese Chance auch tatsächlich zu nützen, könnte laut Thomas Kralinger ein „Digitalisierungsbonus“ sein, wie er derzeit auch in Bayern diskutiert wird.

Um den Herausforderungen, die sich durch die technische Entwicklung stellen, Herr zu werden, plädiert der VÖZ für die Ernennung eines Koordinators durch die Bundesregierung. Schließlich handle es sich bei dem Thema um eine „klassische Querschnittsmaterie zwischen Bund, Ländern und Gemeinden“. Deshalb, so Kralinger, müssten digitale Vorhaben gebündelt und organisiert vorangetrieben werden.

Eine weitere Forderung des VÖZ ist die Angleichung der Rahmenbedingungen zwischen Print- und Digitalmedien: So müsse beispielsweise das Urheberrecht, das aus vordigitalen Zeiten stammt, angepasst werden. Aktuell, so Kralinger, würden US-amerikanische Unternehmen, die Inhalte gewerblich nutzen, ohne heimische Urheber am Gewinn zu beteiligen, begünstigt. (TT, APA)

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