DSV-Trainer Schuster übt Kritik an den Veranstaltern in Innsbruck
Während die Deutschen mit dem Sturz ihres Tourneefavoriten Severin Freund haderten, wies das OK-Team die Schuld von sich.
Innsbruck – Der deutsche Skisprung-Bundestrainer Werner Schuster äußerte nach dem gestrigen Tourneespringen in Innsbruck Kritik am Veranstalter. „Ich habe die Präparierung des Aufsprunghangs als nicht ausreichend für einen Weltcup empfunden. Das ist nicht zum ersten Mal vorgekommen in dieser Saison.“ Die Mängel hätten zum Sturz von Severin Freund im Probedurchgang beigetragen, erklärte der Vorarlberger in Diensten des deutschen Skiverbands.
Die Erklärung für diesen Vorwurf folgte umgehend: „Es gibt diese Querrillen im Hang, in die man die rote Farbe zur besseren Optik hineinsprüht. Das war ein ziemlich starkes Eck, das man mit der Schaufel dort rausgeschnitten hat. Severin ist mit dem höchsten Landedruck genau dorthin gesprungen. Und dann kam der Neuschnee, der ihn gestoppt hat. Da hat es seinen Ski nach hinten gerissen“, beschrieb Schuster die Szene. Seine Schlussfolgerung: „Den Hang hätte man besser präparieren müssen. Wir bereiten uns auf die Tournee optimal vor, deswegen können wir das auch von anderen verlangen.“
Organisationschef Alfons Schranz stellte hinsichtlich seines Präparierungsteams klar: „Die Rille für die Farbe wurde uns seitens des technischen Delegierten und seines Assistenten aufgetragen.“ Vergangenes Jahr sei das anders gewesen – Organisationschef Alfons Schranz und sein Team hätten diesen Eingriff ohnehin nicht befürwortet.
Die Bilanz des Innsbruckers fällt ungeachtet der Diskussion jedenfalls durchwegs positiv aus: „Die Bilder von der weißen Nordkette waren für die Fernsehzuschauer ein Hammer.“ (APA, su, floh)
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