Handwerk sieht gute Chancen für Berufsausbildung junger Flüchtlinge
Köln (APA/AFP) - Junge Flüchtlinge haben laut Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) gute Aussichten auf eine berufliche Ausbildung in...
Köln (APA/AFP) - Junge Flüchtlinge haben laut Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) gute Aussichten auf eine berufliche Ausbildung in der Branche. ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer sagte am Montag im Deutschlandfunk, die Handwerks-Organisation verfüge über 550 Bildungsstätten.
Man könne daher relativ schnell eine größere Zahl junger Migranten qualifizieren. Viele dieser Menschen seien hochmotiviert und ausbildungsfähig, unterstrich Wollseifer.
Aber auch alle anderen Flüchtlinge müssten in Arbeit gebracht werden, fügte der ZDH-Chef hinzu. Schließlich sollten Migranten langfristig in die Sozialsysteme einzahlen, anstatt dauerhaft von ihnen leben zu müssen. Wollseifer zeigte sich überzeugt, dass die großen Flüchtlingszahlen Chancen für das Handwerk bieten könnten. Schließlich fehlten in der Branche derzeit rund 600.000 Fachkräfte.
Der Handwerks-Präsident sprach sich gegen Ausnahmen für Flüchtlinge beim Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde aus. Es reiche, die bestehenden Instrumente der Bundesagentur zu nutzen. Wollseifer verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass Langzeitarbeitslose bereits sechs Monate lang vom Mindestlohn ausgenommen werden könnten. Dies könne er sich auch für Migranten vorstellen.
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