Ruandas Präsident Kagame weist US-Kritik an dritter Amtszeit zurück

Kigali/Washington (APA/dpa) - Ruandas Präsident Paul Kagame hat die Kritik der amerikanischen Regierung an seinem Streben nach einer dritten...

Kigali/Washington (APA/dpa) - Ruandas Präsident Paul Kagame hat die Kritik der amerikanischen Regierung an seinem Streben nach einer dritten Amtszeit scharf zurückgewiesen. Afrikas Probleme wie Armut, Krankheiten und Regierungsführung könnten nicht von wohlfeilen Stellungnahmen gelöst werden, erklärte Kagame am Montag über seinen offiziellen Twitter-Account.

Das US-Außenministerium hatte sich nach Kagames Ankündigung vom Freitag, sich um eine dritte Amtszeit zu bewerben, „schwer enttäuscht“ gezeigt. Damit verpasse Kagame die Chance, die noch junge Demokratie in dem ostafrikanischen Land zu stärken, erklärte das Ministerium am Samstag.

Der 58-Jährige Kagame ist in Ruanda seit 2000 an der Macht. Vor gut zwei Wochen hatten mehr als 98 Prozent der rund 6,4 Millionen wahlberechtigten Ruandesen für eine Verfassungsänderung gestimmt, die es Kagame theoretisch erlaubt, bis 2034 weiter zu regieren. Kagame ist in Ruanda sehr beliebt, da er nach dem Völkermord von 1994 mit rund 800.000 Toten für Stabilität und Wirtschaftswachstum gesorgt hat. Er regiert jedoch mit zunehmend harter Hand, Presse und Opposition werden nach Kräften gegängelt.