Europas Börsen schließen nach Chinas-Börsencrash einheitlich tiefrot

Frankfurt am Main (APA) - Europas Leitbörsen haben den ersten Handelstag im Jahr 2016 mit deutlichen Verlusten beendet. Der Euro-Stoxx-50 ve...

Frankfurt am Main (APA) - Europas Leitbörsen haben den ersten Handelstag im Jahr 2016 mit deutlichen Verlusten beendet. Der Euro-Stoxx-50 verlor 3,14 Prozent (102,76 Punkte) auf 3.164,76 Einheiten.

Ein Börsencrash in China hat die internationalen Aktienmärkte mit in die Tiefe gerissen. Verantwortlich für die miese Stimmung auf dem Börsenparkett waren vor allem schwache Daten aus der chinesischen Industrie, wo die Produktion im Dezember den zehnten Monat in Folge geschrumpft ist. Das führte zu einem automatischen Handelsabbruch, der Shanghai Composite blieb bei einem Minus von rund 7 Prozent stehen.

Im Blick blieben auch geopolitische Krisenherde. Saudi-Arabien hatte am Sonntag die diplomatischen Beziehungen zum Iran abgebrochen. Anlass sei die Erstürmung der saudi-arabischen Botschaft in Teheran am Vortag, teilte die Regierung in Riad mit.

Gute Industriedaten für die Eurozone konnten nur wenig an den Verlusten in Europa ändern. Die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone ist im Dezember auf den höchsten Stand seit gut eineinhalb Jahren gestiegen. Der Einkaufsmanagerindex, eine Unternehmensumfrage, erhöhte sich zum Vormonat um 0,4 Punkte auf 53,2 Zähler.

Unterdessen ist die Stimmung in der US-Industrie im Dezember so schlecht gewesen wie seit Juni 2009 nicht mehr. Der ISM-Einkaufsmanagerindex fiel von 48,6 Punkten im Vormonat auf 48,2 Zähler. Der Indikator signalisiert damit einen stärkeren Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität.

Im Euro-Stoxx-50 waren sämtliche Werte im Minus. Die Aktien von Nokia konnten sich im Verlauf ein kleines Plus aushandeln, schlossen aber mit minus 0,23 Prozent. Der finnische Netzwerkausrüster hat die letzte Hürde beim milliardenschweren Kauf des französisch-amerikanischen Konkurrenten Alcatel-Lucent genommen. Nach vorläufigen Angaben der französischen Finanzmarktaufsicht F vom Montag nahmen knapp 80 Prozent der Alcatel-Aktionäre das Übernahmeangebot der Finnen an. Damit kann Nokia nun die Integration vorantreiben.

Am Ende des Euro-Stoxx-50 mit minus 6,11 Prozent standen Aktien von E.ON. Der deutsche Energiekonzern hat zum Jahreswechsel seine konventionelle Stromproduktion in eine neue Tochtergesellschaft ausgegliedert. Das Unternehmen mit dem Namen Uniper mit Sitz in Düsseldorf hat zum 1. Jänner die Stromerzeugung aus Kohle, Erdgas und Wasser übernommen.

An der Mailänder Börse stand ein Börsengang im Fokus. Zweieinhalb Monate nach dem erfolgreichen Börsengang im Oktober in Wall Street hat der italienische Autohersteller auch auf dem Mailänder Parkett debütiert. Allerdings legte der Konzern keinen Turbo-Start hin. Die Ferrari-Aktie startete mit einem Preis von 43 Euro, meldete dann einen zweiprozentigen Kursverlust und wurde vorübergehend vom Handel ausgesetzt. Die Kapitalisierung des Unternehmens lag bei 7,92 Milliarden Euro. Zum Handelsschluss hielten die Ferrari-Papiere bei 43,67 Euro.

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Index Änderung Änderung Zuletzt

Punkte Prozent Wien ATX 2.348,31 -48,63 -2,03 2.396,94 Frankfurt DAX 10.283,44 -459,57 -4,28 10.743,01 London FT-SE-100 6.093,43 -148,89 -2,39 6.242,32 Paris CAC-40 4.522,45 -114,61 -2,47 4.637,06 Zürich SPI 8.929,25 -164,72 -1,81 9.093,97 Mailand FTSEMIB 20.733,81 -684,56 -3,20 21.418,37 Madrid IBEX-35 9.313,20 -231,00 -2,42 9.544,20 Amsterdam AEX 431,70 -10,12 -2,29 441,82 Brüssel BEL-20 3.642,79 -57,51 -1,55 3.700,30 Stockholm SX Gesamt 1.394,39 -52,43 -3,62 1.446,82 Europa Euro-Stoxx-5 3.164,76 -102,76 -3,14 3.267,52

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Euro-Stoxx 335,18 -9,98 -2,89 345,16 ~

~ ISIN EU0009658145 ~ APA400 2016-01-04/18:11