Nach Naidoo-Debakel: Zehn Kandidaten singen um ESC-Ticket
Nach dem Rückzug der umstrittenen Nominierung von Xavier Naidoo als deutscher Vertreter beim Song Contest hat die ARD nun den Modus geändert. Das TV-Publikum soll in einer Wettbewerbs-Show zwischen zehn Kandidaten wählen können.
Berlin/Stockholm – Nach dem Hickhack um die Nominierung des umstrittenen Sängers Xavier Naidoo für den diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) in Schweden soll nun in einer nationalen Vorentscheidung das Publikum den Sieger ermitteln. Beim Wettbewerb „Unser Lied für Stockholm“, der am 25. Februar live im Ersten zu sehen ist, sollen zehn Kandidaten gegeneinander antreten, hieß es aus ARD-Kreisen am Montag.
Der innerhalb der ARD für den Wettbewerb verantwortliche Norddeutsche Rundfunk (NDR) hatte am 21. November Xavier Naidoo zunächst ohne die sonst übliche Vorentscheidung als Teilnehmer für den ESC bestimmt, die Nominierung nach heftiger senderinterner und öffentlicher Kritik aber wieder zurückgezogen. Naidoo hätte nach NDR-Vorstellungen beim Vorentscheid mehrere Lieder präsentiert, das Publikum sich dann für eines entscheiden sollen.
Im Vorjahr hatte der Beitrag „Heroes“ des 29-jährigen Schweden Måns Zelmerlöw den ESC in Österreich mit 365 Punkten vor Russland und Italien gewonnen. Die deutsche Teilnehmerin, Ann Sophie (25) aus Hamburg, wurde mit null Punkten nur Letzte. Wer den Vorentscheid 2016 moderiert, ist noch offen. 2015 war es Barbara Schöneberger. Produzent der Show ist die Kölner Firma Brainpool, an der auch Entertainer Stefan Raab beteiligt ist.
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