„Der Engel von Graz“: Morde nach historischem Vorbild
Graz (APA) - Der Grazer Journalist und Autor Robert Preis hat seinen Ermittler Armin Trost zum vierten Mal losgeschickt: In seinem neuesten ...
Graz (APA) - Der Grazer Journalist und Autor Robert Preis hat seinen Ermittler Armin Trost zum vierten Mal losgeschickt: In seinem neuesten Buch „Der Engel von Graz“ hat es der melancholische Polizist wie immer mit äußerst grausamen Morden zu tun, die diesmal eine Verbindung zu historischen Verbrechen aufweisen. Spannung und Lokalkolorit zeichnen auch den vierten Trost-Krimi aus.
Ermittler Armin Trost hat auch diesmal mit vielen Problemen zu kämpfen, und die Morde sind nur ein Teil davon. Mittlerweile befindet sich seine Ehe in einer Krise, eine Trennung steht im Raum, was dazu führt, dass er seine Kinder nur ab und sehen kann und in einem Baumhaus wohnt.
Ausgerechnet im idyllisch-friedlichen Freilichtmuseum Stübing, zwischen alten Bauernhäusern und offenen Feuerstellen, passiert dann der erste Mord. Bald stellt sich heraus, dass der Täter nach historischen Vorbildern vorgeht, was die Sache zunächst nicht einfacher und die Taten nicht weniger ekelhaft macht. Außerdem ist noch ein Kollege von Trost verschwunden, wodurch sich die Ermittlungen zunächst auf mehreren Ebenen bewegen. Dazwischen kommt auch der Humor nicht zu kurz, wenn Preis beispielsweise eine Redaktionssitzung in einer Zeitung samt dem dort arbeitenden Personal beschreibt („Die Blondine mit der wallenden Barbiepuppenmähne und dem Gesicht eines Orks“).
Graz spielt wieder eine tragende - oder sollte man sagen, schaurig-düstere - Rolle, aber auch die andern Schauplätze wie eben Stübing erscheinen in nicht unbedingt tourismus-werbetauglichem Licht, was auch diesem Roman einen schwarzen Grundton verleiht. Dabei ist die Aufklärung des Falls zwar wichtig, aber längst nicht immer der einzige Grund, das Buch zu Ende zu lesen.
Robert Preis wurde 1972 in Graz geboren. Er ist Journalist und Autor der Bücher „Schatten über Anderswo“, „Dunkle Tage, raue Nächte“, „Das Gerücht vom Tod“. Sein erster Krimi rund Ermittler um Armin Trost war „Trost und Spiele.“
(S E R V I C E - Robert Preis: „Der Engel von Graz“, Emons-Verlag, broschiert, 224 Seiten, 10,20 Euro)
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