Explosion nahe indischem Konsulat im afghanischen Jalalabad
Jalalabad (APA/AFP) - Nach einer Reihe von Angriffen auf indische Einrichtungen ist am Dienstag in der Nähe des indischen Konsulats in der o...
Jalalabad (APA/AFP) - Nach einer Reihe von Angriffen auf indische Einrichtungen ist am Dienstag in der Nähe des indischen Konsulats in der ostafghanischen Stadt Jalalabad eine Bombe explodiert. Die Explosion habe sich in etwa 200 Metern Entfernung von dem Konsulat ereignet, sagte ein indischer Diplomat der Nachrichtenagentur AFP. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht.
Ein Sprecher des indischen Außenministeriums sagte, das Konsulat sei „nicht das Ziel“ gewesen. In der Umgebung befinden sich auch die Konsulate Pakistans und des Iran. Ein Sprecher des Gouverneurs der afghanischen Provinz Nangarhar sagte, es sei noch unklar, welches Ziel getroffen werden sollte. Zum Zeitpunkt der Explosion habe ein Polizeikonvoi die Gegend passiert. Der Sprengsatz sei in einem Mülleimer deponiert gewesen. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand.
In den vergangenen Tagen hatte es mehrere Angriffe auf indische Einrichtungen gegeben. Im nordafghanischen Mazar-i-Sharif war am Sonntag das indische Konsulat Ziel eines Angriffs, in Indien selbst war am Samstag ein Luftwaffenstützpunkt nahe der pakistanischen Grenze angegriffen worden. Sieben Soldaten wurden bei dem Anschlag getötet, zu dem sich die pakistanische Islamistengruppe Jaish-e-Mohammed bekannte, die für die Abspaltung der Kaschmir-Region von Indien kämpft. Zu dem Angriff in Mazar-i-Sharif, der erst am Montag nach 25 Stunden abgewehrt werden konnte, bekannte sich bisher niemand.
Indien unterstützt die afghanische Regierung, die wie Indien angespannte Beziehungen zu Pakistan hat. Die Regierungen in Neu Delhi und Kabul werfen Islamabad vor, die Taliban zu unterstützen, die gegen die vom Westen unterstützte afghanische Regierung kämpfen. Beobachter warnen immer wieder davor, dass Indien und Pakistan in Afghanistan einen Stellvertreterkrieg starten könnten.
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