Handball: ÖHB-Männer in WM-Qualifikation vor Pflichtsieg in Italien

Triest (APA) - Trotz mehrerer prominenter Ausfälle stehen Österreichs Handball-Männer am Mittwoch (18.00 Uhr/live ORF Sport +) in Triest vor...

Triest (APA) - Trotz mehrerer prominenter Ausfälle stehen Österreichs Handball-Männer am Mittwoch (18.00 Uhr/live ORF Sport +) in Triest vor einem Pflichtsieg gegen Italien. Die Ansage von Teamchef Patrekur Johannesson, dessen Truppe nach Auftakterfolgen über Rumänien und Finnland auf Kurs liegt, ist jedenfalls klar: „Ich erwarte mir von der Mannschaft, dass wir zwei Punkte holen.“

Rot-Weiß-Rot trifft als Erster von Gruppe 2 im „Palatrieste“ als klarer Favorit auf die Gastgeber, die im internationalen Handball eine untergeordnete Rolle spielen und in der aktuellen Qualifikation einen Sieg gegen Finnland und eine klare 22:35-Niederlage gegen Rumänien zu Buche stehen haben. „Österreich hat bei der WM eine gute Figur gemacht“, lobte Italiens Coach Fredi Radojkovic den Gegner.

Das kann man angesichts des nur knapp verpassten Viertelfinales in Katar im Jänner des Vorjahres natürlich so stehen lassen, allerdings hat sich das Gesicht der Mannschaft in den vergangenen Monaten doch stark verändert. Akteure, die etwa beim Yellow-Cup in der Schweiz am Wochenende schon wichtige Rollen spielten, standen damals noch gar nicht im Kader. Mit einer Niederlage gegen Tunesien und einem Sieg über Portugal verlief die Generalprobe für die kommenden Quali-Aufgaben jedenfalls durchaus solide.

„Man darf nicht vergessen, wie jung diese Mannschaft ist und wie wenig Erfahrung sie international hat“, gab Johannesson zu bedenken. Der Isländer muss derzeit den Ausfall von fünf Stammkräften verkraften. Nach Altmeister Viktor Szilagyi, Maximilian Hermann, Goalie-Routinier Nikola Marinovic und Romas Kirveliavicius musste zuletzt auch Ersatz-Kapitän Robert Weber mit einer Fersenverletzung w.o. geben.

Auch vor den Italienern zeigte Johannesson Respekt. „Italien hat gegen Finnland super gespielt, sie haben sehr bewegliche Rückraumspieler und einen großen guten Kreisläufer - ähnlich wie unsere letzten Gegner Tunesien und Portugal“, analysierte der 43-Jährige. „Das wird nicht einfach, aber wir schauen auf uns, und ich bin überzeugt davon, dass meine Mannschaft das schaffen kann.“

Mit der Partie in Triest beginnt die entscheidende Phase des Kampfes um ein Play-off-Ticket der WM-Qualifikation, das „Rückspiel“ folgt am 9. Jänner (20.25 Uhr) in der Südstadt. Das Duell mit Rumänien in Baie Mare am 14. Jänner dürfte dann zum vorentscheidenden Duell um Platz eins werden. Das abschließende Heimspiel gegen Finnland steigt am 17. Jänner. Alle Partien werden live in ORF Sport + übertragen.