EBEL

Neunte Niederlage in Serie: Haie verloren Derby gegen Bozen

Einer jener im Haifischbecken, die immer vollen Einsatz zeigen – Tyler Spurgeon (r.) durfte sich gegen Bozen über seinen neunten Saisontreffer freuen.
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Im 21. und vorletzten Heimspiel im Grunddurchgang der Erste Bank Eishockeyliga verloren die Haie das Derby gegen Bozen mit 2:3. Es war die neunte Niederlage in Serie.

Von Alex Gruber

Innsbruck – Die Verpflichtung in Innsbruck weiterhin erstklassiges Eishockey zu bieten, nährten am Dienstag einmal mehr an die 1.800 Fans in der Tiwag-Arena. 250 Tifosi aus Südtirol waren darunter und sorgten für prächtige, italienische Gesänge. Aber auch das heimische Eishockey-Volk zeigte den Haien nach acht Niederlagen in Folge nach wie vor nicht die kalte Schulter. Dafür gebührt den Zuschauern ein Sonderlob.

Die Innsbrucker wehrten sich nach Kräften, überstanden sowohl im ersten Drittel für 35 Sekunden als auch im Mitteldrittel für sogar 80 Sekunden eine 3:5-Unterlegenheit – neben Goalie Andy Chiodo kam bei der ein oder anderen Gäste-Chance auch das Aluminium den Hausherren zur Hilfe. Ein 1:2-Rückstand nach 40 Minuten ließ in jedem Fall noch alles offen. „Man kann den Jungs keinen Vorwurf machen“, sprach Kondi-und Ex-Crack Florian Stern das ehrliche Bemühen an.

Die Führung der überlegenen Gäste, die um einen Platz in den Top sechs rittern, war aus einem Powerplay resultiert; der zwischenzeitliche Ausgleich nach einem schönen Spielzug über Bishop Hunter, John Lammers und Nick Schaus, den Tyler Spurgeon per Abstauber im Netz unterbrachte. Dem 29-jährigen Kanadier war sein neunter Saisontreffer und 25. Scorerpunkt besonders zu gönnen. In Sachen Arbeitsmoral und Einsatz zählt Spurgeon zu den Vorzeigespielern. Leider schlich sich nach einem Fehler im eigenen Drittel das 1:2 ein.

Natürlich war Bozen in Summe klar obenauf. Die Haie konnten selten offensive Gefahrenmomente erzeugen, die viele Strafen und Unterzahl-Spiele kosteten viel Kraft. Aber die Hoffnung war zu Beginn des Schlussdrittels noch intakt. Und die Haie hatten durch die dritte Reihe um Fabio Schramm, Patti Mössmer und Derek Hahn sogar das 2:2 auf der Schlägerschaufel. Dann wurde für 47 Sekunden wieder ein drei gegen fünf überstanden, mit einem Mann weniger fiel aber das 1:3. Trainer Pierre Beaulieu setzte alles auf eine Karte, holte Chiodo drei Minuten vor dem Ende vom Eis, Lammers verkürzte auf 2:3, das 3:3 wollte Hahn nicht mehr glücken.