Russland sieht in Nordkoreas Atomtest keine „direkte Bedrohung“

Moskau (APA/dpa) - Erste Reaktionen Russlands auf den jüngsten Nukleartest Nordkoreas fallen gelassen aus. „Eine direkte Bedrohung Russlands...

Moskau (APA/dpa) - Erste Reaktionen Russlands auf den jüngsten Nukleartest Nordkoreas fallen gelassen aus. „Eine direkte Bedrohung Russlands durch die Aktion Nordkoreas sehe ich nicht, wenn man unsere Beziehungen mit dem Land in Betracht zieht“, sagte Generaloberst Viktor Jessin am Mittwoch in Moskau.

„Für die ganze Welt hingegen ist die Bedrohung real.“ Es gebe aber keine Beweise, dass es sich bei der von Nordkorea getesteten Waffe wie behauptet tatsächlich um eine Wasserstoffbombe handle, erklärte der Ex-Generalstabschef der strategischen Raketentruppen.

Der Dialog mit Nordkorea über sein Atomprogramm müsse fortgesetzt werden, sagte der Vorsitzende im Verteidigungsausschuss des Föderationsrates (zweite Parlamentskammer, Anm.), Viktor Oserow. Dagegen könnte eine Verschärfung der Sanktionen Pjöngjang dazu treiben, noch mehr an seinen Atomwaffen zu arbeiten, sagte er der Agentur Interfax.

Nachdem Südkorea, Japan und China mit Empörung auf den Test reagiert hatten, gibt sich Russland als einziger Anrainerstaat Nordkoreas zunächst nach außen unbesorgt. Das größte Land der Erde hat mit dem totalitären Staat eine 19 Kilometer lange Grenze.

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