Standort Tirol

St. Johann will wieder nach oben

© St. Johanner Bergbahnen

St. Johann i. T. – St. Johann in Tirol, mit den Nachbarorten Oberndorf, Kirchdorf und Erpfendorf, zählte lange zu den Top-20-Regionen im Tir...

St. Johann i. T. –St. Johann in Tirol, mit den Nachbarorten Oberndorf, Kirchdorf und Erpfendorf, zählte lange zu den Top-20-Regionen im Tiroler Tourismus, bevor es in den vergangenen 15 Jahren touristisch verloren hat. Seit drei Jahren arbeiten daher Tourismusverband und Gemeinden an einer Trendumkehr. Erste Früchte der gemeinsamen Bemühungen: Für das Jahr 2015 zeigt sich in St. Johann bereits jetzt ein sattes Plus bei den Gästeankünften von mehr als 20 Prozent sowie bei Übernachtungen ebenfalls von rund 12 Prozent.

Für diesen Aufschwung wurde und wird das Bettenangebot durch mehrere Bauprojekte stark angehoben. „Wir verzeichnen den wohl größten Bettenzuwachs unserer Geschichte, wobei wir durch die rückläufige Entwicklung der letzten Jahre noch immer deutlich unter dem Bettenhöchststand Anfang der 90er-Jahre liegen“, erläutern der Obmann des Tourismusverbandes Josef Grander und Geschäftsführer Gernot Riedel.

Im Bereich der Verbesserung der Infrastruktur steht die Sanierung und Umstrukturierung der St. Johanner Bergbahnen. Bereits für den Winter 2015/16 wurde die wichtige Beschneiung im Bereich Eichenhof realisiert und im Sommer 2016 folgt eine neue 10er-Gondelbahn mit einem weiteren Investitionsvolumen von mehr als 20 Mio. Euro. Der Geschäftsführer des schwedischen Konzerns Skistar, Mats Arjes, gab bei der Vollversammlung der St. Johanner Bergbahnen kürzlich bekannt, dass die Gruppe vorerst mit 68 Prozent bei den Bergbahnen einsteigen möchte.

Sichtbares Zeichen für die Bemühungen ist auch das neue Logo, „bei dem St. Johann als Zentrum der Region deutlich im Vordergrund steht, die Nachbarorte jedoch als unverzichtbarer und wichtiger Teil der Region ebenso mittransportiert werden“, wie die Verantwortlichen des Tourismusverbandes in einer Aussendung mitteilen. Ein Baustein ist die Sanierung und Erweiterung der „Panorama Badewelt“ für rund 3 Mio. Euro. Ebenfalls neu ist eine Boulderhalle und im Ortszentrum erfolgte im Rahmen des „Masterplans Ortskern“ die Umgestaltung der Poststraße zur verkehrsberuhigten Begegnungszone. (TT)