Leitbörsen in Fernost überwiegen schwach, China im Plus

Tokio (APA) - An den meisten asiatischen Börsen ging es am Mittwoch den dritten Tag in Folge bergab. China hatte den Yuan abgewertet, um den...

Tokio (APA) - An den meisten asiatischen Börsen ging es am Mittwoch den dritten Tag in Folge bergab. China hatte den Yuan abgewertet, um den Export anzukurbeln. Das schürte weitere Sorgen um die wirtschaftliche Lage des Landes. Chinas Festland-Börsen selbst gingen allerdings mit deutlichen Gewinnen aus dem Handel. Börsianer gingen von Stützungskäufen staatlicher Fonds aus.

Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 182,68 Zähler oder 0,99 Prozent auf 18.191,32 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong gab um 207,91 Zähler (minus 0,98 Prozent) auf 20.980,81 Einheiten ab.

Der Shanghai Composite stieg hingegen 74,13 Punkte oder 2,25 Prozent auf 3.361,84 Punkte. Bereits am Dienstag hatten nach Angaben der Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg staatlich kontrollierte Fonds chinesische Aktien im großen Stil gekauft, um die Märkte nach den starken Kurseinbrüchen zum Jahresauftakt zu stützen.

Auch die Märkte in Indien und Australien zeigten sich mit negativen Vorzeichen. Der Sensex 30 in Mumbai schloss bei 25.406,33 Zählern mit minus 174,01 Punkten oder 0,68 Prozent. Der rohstofflastige All Ordinaries Index in Sydney verlor 61,2 Zähler oder 1,17 Prozent auf 5.178,00 Einheiten.

Laut Analyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets UK bestimmte Unsicherheit das Marktgeschehen. Berichte über einen Wasserstoffbomben-Test in Nordkorea hätten die Verunsicherung in der Region noch erhöht.

Insbesondere die Aktien von Apple-Zulieferern gerieten unter Druck, weil der US-Konzern laut eines Berichts der Wirtschaftszeitung „Nikkei“ seine Produktion für das iPhone 6s und das iPhone 6s Plus drosseln könnte. Die Papiere des Elektronikkonzerns TDK gaben um 4,01 Prozent nach.

Vor allem die Aktien von Kohleförderern stiegen, nachdem Chinas Ministerpräsident Li Keqiang versprach, etwas gegen die Überkapazitäten in der Branche zu tun. Die Aktien von Shanxi Xishan Coal & Electric und Yanzhou Coal Mining kletterten um das festgelegte Maximum von 10 Prozent.

Am Mittwoch haben allerdings erneut Konjunkturdaten aus dem Reich der Mitte enttäuscht: Der vom Wirtschaftsmagazin Caixin erhobene Stimmungsindikator der Dienstleistungsunternehmen für Dezember hat sich eingetrübt.

Die chinesische Zentralbank griff ein und wertete den Yuan gegenüber dem US-Dollar ab. Die chinesische Währung ist nun so schwach wie seit April 2011 nicht mehr. Händler sagten, dass die Währungspolitik der chinesischen Zentralbank immer unberechenbarer werde und die Marktteilnehmer verwirre.