Bulgarien macht Fortschritt bei Nutzung von EU-Agrargeldern

Sofia (APA/dpa) - Neun Jahre nach dem Beitritt zur EU hat das ärmste EU-Land Bulgarien erstmals fast alle Agrargelder aus Brüssel in Milliar...

Sofia (APA/dpa) - Neun Jahre nach dem Beitritt zur EU hat das ärmste EU-Land Bulgarien erstmals fast alle Agrargelder aus Brüssel in Milliardenhöhe abgerufen. Die zuständige Behörde in Sofia zahlte 2015 fast 3,3 Mrd. Lewa (1,69 Mrd. Euro) aus den EU-Agrarfonds, sagte ihr Exekutivdirektor Rumen Poroschanow der Zeitung „24 Tschassa“ (Mittwoch). Dies seien rund 850 Mio. Lewa (435 Mio. Euro) mehr als 2014.

Der teils sehr vernachlässigte bulgarische Agrarsektor hat das EU-Fördergeld dringend nötig. Doch das Abrufen lief in dem Balkanland nicht immer reibungslos. Wegen vermuteter Korruption hatte die EU 2008 die Nutzung von EU-Fonds für Bulgarien vorübergehend gestoppt. Das seit gut einem Jahr in Sofia regierende Mitte-rechts-Kabinett strebt eine höchstmögliche Ausschöpfung der EU-Fördertöpfe an.