International weiter hartes Geschäft für Milch- und Fleischerzeuger
Berlin (APA) - Der Deutsche Raiffeisenverband, ein Zusammenschluss von Genossenschaften in der Agrarwirtschaft, geht davon aus, dass es im e...
Berlin (APA) - Der Deutsche Raiffeisenverband, ein Zusammenschluss von Genossenschaften in der Agrarwirtschaft, geht davon aus, dass es im ersten Halbjahr 2016 weiter schwierig bleibt für Milch- und Fleischproduzenten. Grund ist ein Überangebot. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge rechnet die Organisation erst in der zweiten Jahreshälfte mit steigenden Erzeugerpreisen.
Der Preisdruck hält auch in Österreich nun schon länger an. Am stärksten betroffen sind Schweinefleischerzeuger und Milchbauern. Im Schweinesektor schaut es weiter mager aus, zuletzt wurde keine Trendwende erwartet. Für die Milchbranche gab Agrarminister Andrä Rupprechter (ÖVP) Ende Dezember hingegen eine vorsichtig optimistische Prognose ab. Mit Schwankungen sei aber zu rechnen.
In Deutschland haben indes im Dezember rund 7.800 in Not geratene Milchbauern und Tiermäster im Dezember Anträge auf Beihilfen gestellt, teilte der deutsche Agrarminister Christian Schmidt am Mittwoch in Berlin mit. Die Landwirte würden aus dem Notprogramm der EU und der deutschen Bundesregierung durchschnittlich 7.600 Euro bekommen, um Kredite von bis zu 700.000 Euro überbrücken zu können. Hierzulande stehen insgesamt 14 Mio. Euro bereit.
Den Betrieben könne auf diese Weise Luft verschafft werden, sagte der CSU-Politiker. Nach Angaben des Deutschen Raiffeisenverbandes wird auch das erste Halbjahr 2016 wegen eines Überangebots für Milch- und Fleischproduzenten schwierig. Erst in der zweiten Jahreshälfte rechnet die Organisation mit steigenden Erzeugerpreisen.
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