US-Börsen zur Eröffnung unter Druck, Dow Jones verliert 1,2%

New York (APA) - Die US-Börsen haben am Mittwoch kurz nach Handelsbeginn mit sehr starken Verlusten tendiert und litten damit ebenfalls unte...

New York (APA) - Die US-Börsen haben am Mittwoch kurz nach Handelsbeginn mit sehr starken Verlusten tendiert und litten damit ebenfalls unter der negativen internationalen Meldungslage. Sorgen um die chinesische Wirtschaft, der Atomstreit mit Nordkorea und die Spannungen zwischen den beiden wichtigen Ölförderländern Iran und Saudi-Arabien belasteten bereits die europäischen Börsen.

Gegen 16.00 Uhr fiel der Dow Jones Industrial Index um 208,70 Einheiten oder 1,22 Prozent auf 16.949,96 Zähler unter rutschte damit klar unter die psychologisch wichtigen Marke von 17.000 Punkten. Der S&P-500 Index verlor 23,26 Punkte oder 1,15 Prozent auf 1.993,45 Zähler. Der Nasdaq Composite Index schwächte sich 52,02 Punkte oder 1,06 Prozent auf 4.839,41 Einheiten ab.

Der gut ausgefallene ADP-Arbeitsmarktbericht, der als Indikator für den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht am kommenden Freitag gilt, konnte die Wall Street nicht unterstützen. Laut ADP wurden in den USA im Dezember 257.000 Stellen in der Privatwirtschaft neu geschaffen. Volkswirte hatten nur mit 198.000 neuen Jobs gerechnet.

Massiv gesunkene Ölpreise belasten die Aktien von Ölkonzernen und -dienstleistern. Die Aktien von Chevron rasselten um 3,2 Prozent nach unten. ExxonMobil ermäßigten sich um 1,40 Prozent. Die Papiere des Ölförderdienstleisters Schlumberger verbilligten sich 1,2 Prozent.

Die Apple-Aktien weitet ihre Verluste vom Dienstag um 1,8 Prozent aus. Die japanische Tageszeitung „Nikkei“ hatte am Vortag berichtet, dass Apple im laufenden Quartal die Produktion der jüngsten iPhone-Modelle 6s und 6s Plus im Vergleich zu den bisherigen Planungen um rund 30 Prozent verringern dürfte. Am Mittwoch haben die Aktien von diversen Apple-Zulieferern in Europa und Asien bereits nachgegeben.

Die Aktien von Twitter verloren moderate 0,3 Prozent. Mitgründer und Chef Jack Dorsey warb am Dienstag dafür, Nachrichten, die länger als 140 Zeichen sind, zuzulassen.

Im Fokus der Anleger stehen auch die Aktien von Halliburton (minus 1,4 Prozent). Wie die Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, hat Halliburton eine Frist bei der europäischen Kartellbehörde wegen der Übernahme des auch in Europa tätigen Rivalen Baker Hughes verstreichen lassen. Die Baker-Hughes-Aktien verbilligten sich 1,8 Prozent.

Die Papiere von Yahoo erhöhten sich leicht um 0,3 Prozent. Wie das „Wall Street Journal“ berichtete, hat der aktivistische Investor Starboard Value den Internetkonzern aufgefordert, das Management auszuwechseln und das Kerngeschäft abzuspalten oder zu verkaufen.

Die Anteilsscheine von Valeant verteuerten sich ein Prozent. Der Chef des Pharmakonzerns Michael Pearson ist weiterhin krank und laut einem Bericht der Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg soll der Posten nun neu besetzt werden. Die Aktie war bereits Ende Dezember nach dem Bekanntwerden der Erkrankung von Pearson abgesackt.

~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA292 2016-01-06/16:06