US-Börsen im Verlauf sehr schwach, Dow Jones verliert 1,4 Prozent

New York (APA) - Die New Yorker Aktienbörse hat am Mittwoch im Verlauf deutliche Verluste aufgewiesen. Erneut aufgeflammte Sorgen um Chinas ...

New York (APA) - Die New Yorker Aktienbörse hat am Mittwoch im Verlauf deutliche Verluste aufgewiesen. Erneut aufgeflammte Sorgen um Chinas Wirtschaft haben die Wall Street wieder ins Minus gedrückt. Auch politische Unsicherheiten sorgten dafür, dass die gestrige Stabilisierung nach dem schwachen Jahresauftakt zunächst ein Strohfeuer blieb. Neben dem jüngsten mutmaßlichen Atomtest in Nordkorea drückten die anhaltenden Spannungen zwischen den wichtigen Ölförderländern Iran und Saudi-Arabien auf die Stimmung.

Gegen 19.20 Uhr notierte der Dow Jones mit einem satten Abschlag von 244,45 Zählern oder 1,42 Prozent bei 16.914,21 Punkten. Am Montag hatte der US-Leitindex den schwächsten Jahresstart seit dem Krisenjahr 2008 hingelegt. Der S&P-500 Index lag 25,76 Punkte oder 1,28 Prozent im Minus bei 1.990,95 Zähler. Der Nasdaq Composite Index ermäßigte sich um 57,32 Zähler oder 1,17 Prozent auf 4.834,11 Einheiten.

Bereits am Montag hatten Stimmungsdaten aus Chinas Industrie enttäuscht und für weltweit abrutschende Börsen gesorgt - zur Wochenmitte sorgten Daten aus der Dienstleistungsbranche für Ernüchterung. Die chinesischen Wachstumsaussichten hätten sich „eindeutig eingetrübt“, kommentierte Hao Zhou, Analyst bei der Commerzbank. Zur Überraschung vieler Anleger ließ Chinas Notenbank eine deutliche Abwertung der Landeswährung Yuan zu.

Insgesamt durchwachsene Meldungen aus der US-Wirtschaft hatten keinen großen Einfluss auf die Kurse an der Wall Street. Nach Angaben des Dienstleisters ADP schuf Amerikas Privatwirtschaft im Dezember deutlich mehr Arbeitsplätze als erwartet. Die Daten gelten als Richtschnur für den am Freitag anstehenden, monatlichen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung, der wiederum große Bedeutung für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed hat. Mitte Dezember hatten die Währungshüter die erste Zinsanhebung nach der schweren Wirtschaftskrise vorgenommen, und im neuen Jahr steuert die Fed auf weitere Zinserhöhungen zu..

Die Aktien amerikanischer Ölkonzerne litten unter dem deutlichen Preisrückgang für den wichtigen Rohstoff. Auch die vergangene Woche überraschend gesunkenen US-Rohölreserven halfen den Ölnotierungen nicht auf die Beine. Die Chevron -Titel waren mit einem Kursverlust von 3,68 Prozent Schlusslicht im Dow Jones, während sich ExxonMobil mit minus 0,88 Prozent klar besser hielten. Außerhalb des Leitindex büßten ConocoPhillips 3,4 Prozent ein.

Die Apple-Aktien knüpften mit minus 2,26 Prozent an ihre Vortagsverluste an. Die japanische Tageszeitung „Nikkei“ hatte berichtet, dass Apple im laufenden Quartal die Produktion der jüngsten iPhone-Modelle 6s und 6s Plus im Vergleich zu den bisherigen Planungen um rund 30 Prozent verringern dürfte. Aktien von diversen Apple-Zulieferern in Europa und Asien gaben ebenfalls nach.

Für die Papiere von Halliburton ging es um 1,5 Prozent bergab. Der Öldienstleister ließ laut der Nachrichtenagentur Bloomberg eine Frist bei der europäischen Kartellbehörde wegen der Übernahme des auch in Europa tätigen Rivalen Baker Hughes verstreichen. Dessen Aktien verbilligten sich um 3,1 Prozent.

Dagegen legten die Anteilsscheine von Valeant nach einem schwachen Start um 2,8 Prozent zu. Bloomberg zufolge benannte der Pharmakonzern den ehemaligen Finanzchef Howard Schiller übergangsweise zum Nachfolger des erkrankten Unternehmenslenkers Michael Pearson.

~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA367 2016-01-06/19:24