Europas Börsen klar im Minus erwartet - Wieder Kursrutsch in China
Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die Turbulenzen an Chinas Börsen dürften auch die europäischen Aktienmärkte in die Tiefe reißen. Der Futur...
Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die Turbulenzen an Chinas Börsen dürften auch die europäischen Aktienmärkte in die Tiefe reißen. Der Future auf den Euro-Stoxx-50 ließ am Donnerstag in der Früh einen um 3,16 Prozent schwächeren Auftakt für den Leitindex der Eurozone erwarten.
Der deutsche Leitindex DAX wiederum dürfte klar unter die Marke von 10.000 Punkten fallen. Der X-DAX als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte rund zwanzig Minuten vor Handelsstart einen Rutsch um 3,04 Prozent auf 9.904,00 Punkte. Der Future auf den FTSE-100 der Börse London deutete eine um 3,16 Prozent tiefere Eröffnung an.
Durch die Sorgen um Chinas Wirtschaft haben Europas Aktienmärkte bereits in den vergangenen drei Handelstagen deutlich an Wert eingebüßt. Die China-Turbulenzen ließen zuletzt auch die Ölpreise weiter fallen, da mit einer sinkenden Nachfrage gerechnet wird.
An den Börsen Chinas haben die Anleger abermals panikartig Aktien verkauft. Der Handel wurde bereits nach kurzer Zeit wegen zu hoher Verluste ausgesetzt - es war bereits das zweite Mal im neuen Jahr. An den globalen Finanzmärkten sorgten sich die Anleger nun über die anhaltende Abwertung der chinesischen Währung Yuan, sagte IG-Marktanalyst Angus Nicholson. Dies könnte auf eine noch größere Schwäche der chinesischen Wirtschaft hindeuten als aus offiziellen Statistiken hervorgehe. Eine schwache Währung hilft beim Export.
Konjunkturdaten aus Deutschland konnten die Stimmung der Anleger nicht bessern: Die Industrie hat im November zwar mehr Aufträge verzeichnet als erwartet. Der Einzelhandel hat sich in dem Monat jedoch schwächer entwickelt als gedacht.
Kursverluste wegen der China-Sorgen mussten an der Frankfurter Börse vor allem die Autowerte verbuchen, die bereits nach mauen US-Absatzzahlen am Vortag unter Druck geraten waren. Die Aktien von BMW und Daimler fielen vorbörslich beim Broker Lang & Schwarz zwischen drei und vier Prozent.
Die wegen des Abgasskandals im Fokus stehende Vorzugsaktie von VW knickte sogar um annähernd fünf Prozent ein. Der Autokonzern muss laut einem Pressebericht voraussichtlich ein Fünftel der von den Abgas-Manipulationen betroffenen Autos in den USA zurücknehmen. Das wären gut 115.000 Fahrzeuge, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“.
~ ISIN EU0009658145 ~ APA054 2016-01-07/08:43
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