Landeck

Fleißige Wächter über hundert Tunnelkilometer

Das Löschen von Tunnelbränden ist eine Spezialität der Stadtfeuerwehr.
© Asfinag

Die Stadtfeuerwehr Landeck leistete 2015 2386 Einsatzstunden. Die Truppe ist Spezialist für Löscharbeiten im Tunnel.

Von Matthias Reichle

Landeck –Die Stadtfeuerwehr Landeck hat sich in den letzten Jahren ein beachtliches Know-how bei Brandeinsätzen im Tunnel erworben. Künftig ist die Truppe für 100 Tunnelkilometer verantwortlich, erklärte Kommandant Reinhold Greuter bei der Jahreshauptversammlung. Seine Mannschaften betreuen mehrere große Baustellen unter Tage. So schrillt die Sirene, wenn es im Stollen des Grenzkraftwerks Inn, der derzeit gebohrt wird, zu brennen beginnt, erklärt er. In der letzten Ausbaustufe ist dieser 23 Kilometer lang. Aber auch die zweite Röhre des Perjentunnels, die ab heuer errichtet wird, fällt in seinen Zuständigkeitsbereich.

Im vergangenen Jahr wurden die Feuerwehrmänner zu vier Tunneleinsätzen gerufen. Darüber hinaus wurde im Pianner Tunnel ein eigener Tunnelübungsnachmittag inszeniert.

Bei der Jahreshauptversammlung wurden Jungfeuerwehrmänner feierlich in den Aktivdienst überstellt. BM Wolfgang Jörg gratulierte.
© Reichle

Insgesamt absolvierten die 137 aktiven Stadtfeuerwehrmänner im abgelaufenen Jahr 2386 Einsatzstunden – eine Steigerung von 47 Prozent zu 2014. Dafür verantwortlich waren vor allem zeitaufwändige Löscharbeiten bei Waldbränden im Sommer sowie der Katastropheneinsatz in See, bei dem 1350 Feuerwehrmänner aus dem ganzen Bezirk und darüber hinaus gefordert waren, wie Bezirksfeuerwehrkommandant Hermann Wolf erwähnte. Dabei habe sich das Landecker Einsatzzentrum als Kommandozentrale bewährt.

Auch bei der Gesamtanzahl der Alarmierungen bei der Stadtfeuerwehr Landeck gab es ein beachtliches Plus von 24 Prozent. Die meisten Einsätze waren technischer Natur (92). 57-mal galt es einen Brand zu löschen, 35-mal rückte die Truppe zu Assistenzeinsätzen in Nachbargemeinden aus.