Pressestimmen zu Obamas Plänen für ein strengeres Waffenrecht
Washington (APA/AFP) - Zeitungen schreiben am Donnerstag zu den Plänen von US-Präsident Barack Obama für ein strengeres Waffenrecht:...
Washington (APA/AFP) - Zeitungen schreiben am Donnerstag zu den Plänen von US-Präsident Barack Obama für ein strengeres Waffenrecht:
„Handelsblatt“ (Düsseldorf):
„Obama weiß, dass auch die neuen Initiativen nicht ausreichen. Um die Waffengewalt zu bekämpfen, müssen Gesetze verschärft, Sturmgewehre verboten, Rückkaufprogramme gestartet werden. Das kann nur das Parlament. Nur herrschen dort die Waffennarren. Die Republikaner, die in beiden Kammern die Mehrheit stellen, haben sich zum politischen Arm der National Rifle Association entwickelt. Obama glaubt an Einsicht, an Kompromisse, an Vernunft. Doch seine Gegner wollen keine Argumente austauschen, sie wollen Ängste schüren - vor dem angeblichen Tyrannen im Weißen Haus. Obamas Tränen brachten die Lage auf den Punkt. Zum Heulen das Ganze.“
„Süddeutsche Zeitung“ (München):
„Man kann, wenn es um Amerikas Waffenwahnsinn geht, immer auf verbohrte Republikaner, konservative Verfassungsrichter und die bösen Waffenlobbyisten zeigen. Und sicher tragen sie ihren Teil der Schuld, dass Amerikas Waffengesetze so absurd lax sind und immer noch weiter gelockert werden. Sie alle haben, wenn man es drastisch ausdrücken will, Blut an den Händen. Im Kern aber ist das Problem kein politisches oder juristisches, sondern ein gesellschaftliches: Die Mehrheit der Bürger will am Recht auf Waffenbesitz nicht rühren. Und die Opfer sind ihnen egal.“
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