Nothelfer fordern Zugang zu belagerter syrischer Stadt Madaya
Damaskus (APA/dpa) - Internationale Nothelfer haben die Konfliktparteien in Syrien aufgerufen, die Versorgung der vom Hungertod bedrohten Me...
Damaskus (APA/dpa) - Internationale Nothelfer haben die Konfliktparteien in Syrien aufgerufen, die Versorgung der vom Hungertod bedrohten Menschen in der belagerten Stadt Madaya zu ermöglichen. „Wir stehen in Syrien mit Hilfsgütern bereit, aber wir brauchen sicheren Zugang zu Madaya“, sagte die für den Nahen Osten zuständige Sprecherin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Dibeh Fakhr, am Donnerstag.
Nach Angaben der „Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ wird die rund 40 Kilometer nordwestlich von Damaskus gelegene Stadt seit mehr als 170 Tagen von Regimetruppen und der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah belagert. 40.000 Menschen - darunter die Hälfte Zivilisten - lebten in dem Ort, der wegen sich dort aufhaltender Rebellen heftig bombardiert werde.
Zuletzt sei es Mitarbeitern des Roten Kreuzes sowie des Syrischen Roten Halbmonds im vergangenen Oktober ermöglicht worden, in der Stadt Hilfe zu leisten, teilte die IKRK-Sprecherin weiter mit. „Was wir damals gesehen haben, war bereits schlimm“, sagte Fakhr in Genf. Entsprechend besorgt sei man nun über Medienberichte über die extreme Notlage in Madaya.
„Bereits als wir im Oktober Hilfe brachten, hatten die Menschen keine Nahrungsmittel mehr, kein Trinkwasser, keinen Zugang zu medizinischer Versorgung“, sagte die Sprecherin. „Meine Kollegen berichteten von der Verzweiflung in den Augen der Menschen.“ Das IKRK sowie der Syrische Arabische Halbmond würden in Damaskus über Hilfsgüter verfügen, die nach Madaya gebracht werden könnten. Jedoch müsse dafür die Sicherheit der Helfer garantiert sein.
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