Fast alle deutschen Genossenschaftsbanken nutzen neuen Bezahldienst

Berlin (APA/AFP) - 950 Volks- und Raiffeisenbanken und damit fast alle deutschen Genossenschaftsbanken bieten ihren Kunden mittlerweile den ...

Berlin (APA/AFP) - 950 Volks- und Raiffeisenbanken und damit fast alle deutschen Genossenschaftsbanken bieten ihren Kunden mittlerweile den neuen Bezahldienst Paydirekt an. Die hohe Beteiligungsquote von 95 Prozent zeige „eindrucksvoll“, dass die genossenschaftliche Finanzgruppe geschlossen hinter den Vorteilen des neuen Bezahlsystems stehe, erklärte der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) am Donnerstag.

Paydirekt ist der Versuch der Banken und Sparkassen, dem US-Bezahldienst Paypal Paroli zu bieten. Der US-Dienst hat in Deutschland rund 16 Millionen Kunden und ist ein sehr beliebter Zahlungsweg im Internet.

Bei Paydirekt sind laut BVR derzeit mehr als 175.000 Kunden registriert; 90.000 von ihnen seien Kunden von Genossenschaftsbanken. Die Tendenz sei steigend. Den Kunden sei es wichtig, beim Bezahlen im Internet ihre Daten in Sicherheit zu wissen. Bei Paydirekt blieben die Kontodaten bei der Hausbank und seien somit sicher.

Auf Seiten der Händler ist die Teilnehmerzahl bei Paydirekt noch gering, zudem sind wenig prominente Händler dabei. Insgesamt sind bisher 20 Unternehmen an Bord, etwa das Online-Einrichtungshaus d-living, der Süßigkeitenkonzern Haribo oder Staatliche Hofkeller Würzburg.

In diesem Jahr werde eine zentrale Aufgabe sein, neue Händler anzubinden, erklärte der Chef der WGZ Bank, Christian Brauckmann. Zahlreiche Verhandlungen mit Händlern stünden kurz vor dem Abschluss. Die WGZ Bank ist die Zentralbank der Volks- und Raiffeisenbanken im Rheinland und Westfalen.

Im Gegensatz zu Paypal wird der Zahlungsablauf bei Paydirekt ohne Zwischenstation direkt zwischen der Bank und dem Händler abgewickelt. Das Kreditinstitut prüft, ob der Kunde zahlungsfähig ist, und schickt dem Händler eine Bestätigung. Händler können sich dadurch mehr Sicherheit versprechen.