US-Kirchen wollen Immigranten aus Zentralamerika Asyl anbieten

Washington (APA) - Mehrere religiöse Gruppen in den USA wollen illegal eingereisten Migranten aus Zentralamerika Asyl gewähren. Hintergrund ...

Washington (APA) - Mehrere religiöse Gruppen in den USA wollen illegal eingereisten Migranten aus Zentralamerika Asyl gewähren. Hintergrund der Initiative ist laut einem Bericht der Zeitung „Washington Post“ (Mittwoch Ortszeit) eine zu Jahresbeginn von der Regierung angestoßene landesweite Serie von Razzien gegen Einwanderer ohne Aufenthaltserlaubnis.

„Wir erleben einmal mehr einen Albtraum. Erneut stehen Menschenleben auf dem Spiel“, wird Alison Harrington, Pastor der Southside Presbyterian Church in Tucson (Arizona) laut Kathpress zitiert. Viele der Betroffenen seien vor Gewalt in ihren Heimatländern geflohen und würden von Drogenbanden oder anderen Kriminellen bedroht.

Noel Andersen, Koordinator des von mehreren Kirchen getragenen Hilfswerks Church World Service (CWS), kündigte dem Bericht zufolge an, ein „Asylnetzwerk“ für Migranten aus Zentralamerika zu bilden, denen die Abschiebung aus den USA drohe. Laut Regierungsangaben sind seit 2014 mehr als 100.000 Einwanderer aus Zentralamerika über die mexikanische Grenze in die Vereinigten Staaten eingereist.

Auf Seiten der katholischen Kirche wird rund um den Papstbesuch in Mexiko (12.-17. Februar) eine erneute Thematisierung des Migrationsproblems erwartet. An einem Hotspot für die Einwanderer, der nordmexikanischen Grenzstadt Ciudad Juarez, wird Franziskus direkt am Zaun zur US-amerikanischen Partnerstadt El Paso die Abschlussmesse der Pastoralvisite halten. Für die Teilnahme an dem grenzüberschreitenden Großereignis werden auch auf US-Seite tausende Migranten erwartet.