Flüchtlinge - Neuer UNO-Hochkommissar hofft auf weitere Hilfe Berlins

Genf (APA/dpa) - Der neue UNO-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, setzt große Hoffnungen darauf, dass Deutschland seine humane Fl...

Genf (APA/dpa) - Der neue UNO-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, setzt große Hoffnungen darauf, dass Deutschland seine humane Flüchtlingspolitik aufrechterhält. „Das ist wichtig für Asylsuchende, für die Führungsrolle in Europa und als Beispiel für den Rest der Welt“, sagte Grandi am Donnerstag vor Reportern in Genf.

Die Bundesrepublik habe ein „unglaubliches Beispiel für Führungsverantwortung“ bei der Hilfe für Flüchtlinge gegeben. „Wir sind aber nicht naiv und wissen, dass die Regierung großem Druck ausgesetzt ist“, sagte Grandi. Er hoffe sehr, dass das Herangehen von Bundeskanzlerin Angela Merkel an die Flüchtlingskrise fortgesetzt werde. „Wir danken der Kanzlerin für ihre Bereitschaft, zumindest Flüchtlinge aus Kriegsgebieten auch weiterhin aufzunehmen.“

Wenn Europa seine Grenzen schließe, könnten sich dem auch viele andere Länder in der Welt anschließen, warnte der Italiener. „Als Europäer sage ich, Grenzen zu schließen, ist nicht die Botschaft, die wir wollen.“

Der 58-jährige Diplomat hat zum 1. Jänner den Portugiesen Antonio Guterres an der Spitze des Flüchtlingshochkommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR) abgelöst, dessen Amtszeit nach zehn Jahren ablief.

~ WEB http://www.unhcr.org ~ APA292 2016-01-07/13:02