Stichwort: Emissionshandel
Berlin/Frankfurt (APA/dpa) - Wenn die Nutzung der Umwelt jeden Nutzer auch etwas kostet, wird das Ausmaß ihrer Zerstörung abnehmen: Das ist ...
Berlin/Frankfurt (APA/dpa) - Wenn die Nutzung der Umwelt jeden Nutzer auch etwas kostet, wird das Ausmaß ihrer Zerstörung abnehmen: Das ist die Grundidee hinter dem Emissionshandel. Werden Klimabelastungen wie CO2-Emissionen ihren Verursachern direkt zugerechnet und bekommen sie einen Preis, dann werde auch der Anreiz größer, sie zu verringern - anstatt sie auf Kosten anderer Betroffener und des Weltklimas insgesamt auszuweiten.
Dazu wurde ein Markt geschaffen, auf dem Verschmutzungsrechte in Form von Zertifikaten gehandelt werden. Doch das Modell hat noch etliche Haken. Neben den zuletzt stark gesunkenen Preisen für Luftverschmutzungsrechte, die die Belastung der Atmosphäre „günstig“ halten, ist der Handel an vielen Stellen undurchsichtig - und entsprechend anfällig für Betrügereien. So sollen Mitarbeiter der Deutschen Bank die Komplexität des Systems für ihre eigenen Zwecke ausgenutzt und gar nicht gezahlte Umsatzsteuer aus Zertifikat-Verkäufen trotzdem zurückerstattet bekommen haben. Auch in Hamburg gab es Prozesse wegen ähnlicher krummer Geschäfte.
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