Flüchtlinge - Athen: Immer mehr Einwanderer statt Kriegsflüchtlingen

Athen (APA/dpa) - In Griechenland kommen nach Angaben der Regierung immer mehr Einwanderer und dafür weniger Flüchtlinge an. Vor zwei Monate...

Athen (APA/dpa) - In Griechenland kommen nach Angaben der Regierung immer mehr Einwanderer und dafür weniger Flüchtlinge an. Vor zwei Monaten habe es sich bei 80 Prozent der Ankommenden noch um Menschen gehandelt, die vor Krieg und Gewalt geflüchtet seien, vor allem Syrer, Iraker und Eritreer, sagte der griechische Vizeminister Ioannis Mouzalas am Donnerstag im Fernsehen. „Heute kommen fast 50 Prozent Migranten.“

Diese Menschen, die vor allem aus wirtschaftlichen Gründen ihre Heimat verlassen, stammten in ihrer Mehrheit aus Nordafrika sowie südasiatischen Staaten wie Pakistan oder Sri Lanka. Bisher gebe es keine Anzeichen, dass die Türkei tatsächlich gegen die Schlepper vorgehe, betonte Mouzalas weiter. „Es ist nicht antitürkisch gemeint. Ich respektiere die Türkei, die zwei Millionen Menschen aufgenommen hat, aber bei diesem Thema (Stopp des Migrationszustroms) hat Ankara nicht gezeigt, dass es das Versprochene einhält“, fügte Mouzalas hinzu.

Der Zustrom von Migranten habe in den vergangenen Wochen nicht nachgelassen. „Täglich kommen 3.000 bis 4.000 Menschen aus der Türkei nach Griechenland“, sagte er weiter. Die Menschen wagten die gefährliche Überfahrt, obwohl es in der Ägäis zurzeit Winterstürme gebe.