Köln - Respektlosigkeit macht De Maiziere „allergrößte Sorgen“
Potsdam/Köln (APA/dpa) - Der deutsche Innenminister Thomas de Maiziere sieht wachsende Aggressionen in der deutschen Gesellschaft mit großer...
Potsdam/Köln (APA/dpa) - Der deutsche Innenminister Thomas de Maiziere sieht wachsende Aggressionen in der deutschen Gesellschaft mit großer Sorge. „Die Respektlosigkeit gegenüber Polizisten ist ein relativ neues Phänomen. Aber das gibt es nicht erst seit den Ereignissen von Köln“, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag in Potsdam.
„Die Respektlosigkeit gegenüber Polizisten und Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes insgesamt hat zugenommen in einem Bereich, der mir die allergrößten Sorgen macht.“ Das gelte nicht nur für das Auftreten von Schülern gegenüber Lehrern und Lehrerinnen, so de Maiziere. „Wenn Sie sehen, wie manche Bürger, auch deutscher Staatsangehörigkeit, glauben mit den Mitarbeitern von Hartz-IV-Behörden oder Finanzämtern umgehen zu können - da ist ein Ton eingerissen, der nicht in Ordnung ist. Kein Mensch verlangt, dass ein Bürger der Bundesrepublik Deutschland unterwürfig einem Beamten oder einer Behörde gegenübersteht. Aber höflichen und angemessenen Tonfall kann man von beiden Seiten erwarten.“
Der Minister nannte in diesem Zusammenhang auch die Angriffe gegen Polizei und Feuerwehr bei den Krawallen zur Eröffnung der Europäischen Zentralbank in Frankfurt/Main im März 2015. „Wenn Sie sehen, dass Angehörige des Technischen Hilfswerks, die Betten für Flüchtlinge aufgebaut haben, angepöbelt und angegriffen worden sind, dann ist das eine Häufung von Respektlosigkeit, die nicht geht. Und wenn dazu auch Respektlosigkeiten von Menschen mit Migrationshintergrund kommen, dann ist das ebenso verwerflich wie wenn es andere tun.“
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