Aktivisten: Bereits 140 Tote bei Gewalt gegen Proteste in Äthiopien
Addis Abeba (APA/AFP) - Bei gewaltsamen Einsätzen von Sicherheitskräften gegen Demonstranten sind in Äthiopien binnen zwei Monaten nach Anga...
Addis Abeba (APA/AFP) - Bei gewaltsamen Einsätzen von Sicherheitskräften gegen Demonstranten sind in Äthiopien binnen zwei Monaten nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten mindestens 140 Menschen getötet worden. Viele weitere Menschen seien verletzt worden, erklärte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) am Freitag.
Die äthiopische Regierung äußerte sich nicht zu den Angaben. Sie spricht bisher von fünf Toten. Die Proteste in der Oromia-Region hatten im November begonnen. Studenten gingen unter anderem in den Städten Haramaya, Jarso, Walliso und Robe auf die Straße, um gegen Pläne der Regierung zur Verstaatlichung von Land zu demonstrieren. Sie befürchten einen Landraub größeren Ausmaßes in der vom Oromo-Stamm besiedelten Region. Dies ist die größte ethnische Gruppe des Landes.
~ WEB http://www.hrw.org/ ~ APA075 2016-01-08/09:21
Kommentare