Zwei Einsprüche gegen Beschneiungsanlage in Imst
In der Stadt Imst wird heuer wieder viel gebaut. Die neue Beschneiungsanlage für das Skigebiet Imst kommt in die Warteschleife.
Von Matthias Reichle
Imst –Imst wächst – und das augenscheinlich. Fast an jeder Ecke stolpert man derzeit über Baustellen. Es sind Projekte, die die Stadtgemeinde auch 2016 beschäftigen werden, bestätigt Bürgermeister Stefan Weirather. Zu den größeren Vorhaben zählt der Neubau des Kindergartens Auf Arzill um drei Millionen Euro. „Dort entstehen fünf neue Kindergartengruppen und zwei Kleinkindgruppen“, erklärte der Stadtchef beim Imster Neujahrsempfang. Dank des milden Herbstes konnte die Bodenplatte bereits gegossen werden. Geplant ist die Fertigstellung noch heuer. Bereits abgeschlossen ist die Sanierung der Turnhalle an der Neuen Mittelschule Imst Oberstadt um 500.000 Euro.
Als Krater präsentiert sich den Imstern hingegen der Platz hinter der Sparkasse. Dort wurden 20.000 Kubikmeter Erdreich abtransportiert, um einer neuen Tiefgarage, die um 10 Mio. Euro gemeinsam mit der Sparkasse errichtet wird, Platz zu machen. In Vorbereitung ist die Gestaltung des Vorplatzes zur Sparkasse. Dort soll als Pforte in die Kramergasse ein Shared Space entstehen – eine Verkehrsfläche, die von Fußgängern und Fahrzeugen gleichberechtigt genutzt wird. Gebaut wird in Imst derzeit auch am Betagtenheim, wo seit Herbst an einer Teilsanierung gearbeitet wird.
Verzögern dürfte sich der geplante Ausbau des Skigebiets Hochimst. Nach vier Jahren Wartezeit flatterte der Stadt und den Bergbahnen der positive Bescheid für die neue Beschneiungsanlage ins Haus – die Tiroler Tageszeitung berichtete.
Inzwischen gibt es zwei Einsprüche beim Landesverwaltungsgerichtshof. Für den Stadtchef kamen diese nicht unerwartet. Eingegeben haben die Beschwerden Agrarobmann Josef Neururer sowie die Sedlerhof GmbH. „Es wird das Projekt nur verzögern, nicht aufhalten“, glaubt der Bürgermeister. Sedlerhof-Gesellschafter Karl Gstrein erklärt die Einsprüche unter anderem mit massiver Einschränkung der Weiderechte während der Bauphase.
Übrigens wachsen nicht nur die Bauwerke in die Höhe, sondern auch die Bevölkerungszahl. Wie berichtet, wurde heuer die 10.000er-Marke geknackt. Momentan seien 10.080 Hauptwohnsitze gemeldet, betont Weirather. Der Schuldenstand der Stadt sank seit 2008 von über 20 Mio. auf bis Ende 2015 prognostizierte 15,7 Mio. Euro.
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