Flüchtlinge - Orban: Flüchtlinge an griechischer Nordgrenze stoppen

Budapest (APA/Reuters) - Der Flüchtlingszustrom nach Europa sollte nach den Vorstellungen des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban a...

Budapest (APA/Reuters) - Der Flüchtlingszustrom nach Europa sollte nach den Vorstellungen des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban an der griechischen Nordgrenze gestoppt werden. Dazu müsse die Europäische Union eine neue Grenze errichten, forderte der nationalkonservative Politiker am Freitag in einem Rundfunk-Interview.

„Die nächste Verteidigungslinie, die wir bauen müssen, liegt an der Nordgrenze Griechenlands“, sagte Orban. Er konkretisierte nicht, ob er damit die Errichtung von Zäunen oder anderer zusätzlicher Grenzanlagen meinte. Die Vereinbarung mit der Türkei zur Eindämmung der ankommenden Flüchtlinge reiche nicht aus, sagte der Regierungschef.

Orban verfolgt in der Flüchtlingsfrage einen harten Kurs. Sein Land hat er durch den Bau von Zäunen gegen Flüchtlinge an der Südgrenze abgeschottet.

Die Türkei hat versprochen, die Zahl der in Europa ankommenden Flüchtlinge zu verringern und soll dafür unter anderem Milliardenhilfen und Visa-Erleichterungen für ihre Bürger bekommen. UNO-Zahlen zufolge kamen aber in der vergangenen Woche im Schnitt täglich 3.005 Flüchtlinge im Nachbarstaat Griechenland an. EU-Kommissions-Vizepräsident Frans Timmermans hatte sich deswegen am Donnerstag unzufrieden über den fast unverminderten Zustrom von Flüchtlingen über die Türkei gezeigt.

( 0023-16, Format)