Leitbörsen in Fernost schließen ohne klare Richtung

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben sich am Freitag ohne klare Richtung gezeigt, nachdem sie in der bisherigen Handelswoche von de...

Tokio (APA) - Die Leitbörsen in Fernost haben sich am Freitag ohne klare Richtung gezeigt, nachdem sie in der bisherigen Handelswoche von den chinesischen Börsenturbulenzen deutlich belastet worden waren. Der Nikkei-225 Index in Tokio verlor um 69,38 Zähler oder 0,39 Prozent auf 17.697,96 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg hingegen um 120,37 Zähler (plus 0,59 Prozent) auf 20.453,71 Einheiten.

Der Shanghai Composite gewann ebenso 61,41 Punkte oder 1,97 Prozent auf 3.186,41 Punkte. Auch die Märkte in Indien und Australien zeigten sich uneinheitlich. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 24.952,56 Zählern mit plus 100,73 Punkten oder 0,41 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney verlor wiederum 19,4 Zähler oder 0,38 Prozent auf 5.049,40 Einheiten.

Nachdem die Handelswoche bisher vom zweimaligen Kursrutsch in China überschattet worden war, konnten die dortigen Aktienmärkte zum Wochenausklang ihre Talfahrt vorerst beenden. Wie die „Financial Times“ berichtet, dürften staatsnahe Fonds erneut mit Aktienkäufen zu der Erholung der Kurse in China beigetragen haben, obwohl die chinesischen Regulierungsbehörden noch im August des Vorjahres von solchen Stützungsmaßnahmen Abstand genommen hatten.

Am Donnerstag war der Aktienhandelin China nach nur 14 Minuten zum zweiten Mal in dieser Woche nach Verlusten von über 7 Prozent vorzeitig beendet worden. Infolge verabschiedete sich das Regime in Peking wieder vom erst mit Jahresbeginn in Kraft getretenen automatisierten Handelsstopp. Heute wurde zudem das Fixing für die Landeswährung Yuan Renminbi etwas höher angesetzt, was laut Analysten die Sorge um einen „Währungskrieg“ etwas lindern konnte.

Ein Analyst von ADM Investor Services sieht auf der Homepage des britischen „Guardian“ jedoch nur eine „vergängliche“ Beruhigung. Das chinesische Regime habe sich mit seinen Reformvorhaben für die Wirtschaft und den Finanzmarkt des Landes übernommen. „Im besten Falle tasten sie in einer entstehenden Düsternis“, zeigt er sich pessimistisch.

Die Börse in Sydney konnte unterdessen nicht von soliden November-Zahlen zum australischen Einzelhandel profitieren. Dabei legte der Absatz um 0,4 Prozent zum Vormonat zu, vor allem gestützt durch Zuwächse in Gastronomie und bei Haushaltswaren.

Profitiert hatten einige Bergbauwerte von der Stabilisierung der Metallpreise: So verteuerten sich in Sydney die Aktien von Newcrest Mining um 1,52 Prozent, OZ Minerals um 1,97 Prozent, Rio Tinto um 2,95 Prozent und AngloGold Ashanti um 6,64 Prozent.