IS-Miliz bekannte sich zu Anschlag auf Checkpoint in Libyen
Brüssel (APA/AFP) - Die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat sich zu einem Anschlag auf einen Checkpoint in Libyen bekannt, bei dem se...
Brüssel (APA/AFP) - Die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hat sich zu einem Anschlag auf einen Checkpoint in Libyen bekannt, bei dem sechs Menschen getötet worden sind. Der libysche IS-Ableger erklärte am Freitag, ein ausländischer Kämpfer habe am Donnerstag den Anschlag auf einen Kontrollpunkt nahe der Hafenstadt Ras Lanuf mit einem Auto voll Sprengstoff verübt.
Der Attentäter hatte dabei sechs Menschen in den Tod gerissen. Am Montag waren IS-Kämpfer auf die Ölterminals in Ras Lanuf und im nahegelegenen Al-Sidra vorgerückt, doch konnten die Angriffe abgewehrt werden. Der libysche Ableger der vor allem im Irak und Syrien aktiven Miliz macht sich seit Monaten das in dem nordafrikanischen Land herrschende Chaos zunutze, um sein Einflussgebiet auszuweiten. Die Dschihadisten kontrollieren bereits die westlich der Ölhäfen gelegene Stadt Sirte.
Am Donnerstag wurden zudem beim blutigsten Anschlag seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi 2011 mehr als 50 Menschen getötet. Der Selbstmordangriff richtete sich gegen ein Ausbildungszentrum der Polizei in Zliten westlich der Hauptstadt Tripolis. Bisher bekannte sich keine Gruppe zu dem Anschlag, der die Furcht vor einer erneuten Verschärfung des Konflikts anheizte.
Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini wurde am Freitag in Tunis zu Gesprächen mit Vertretern der rivalisierenden libyschen Regierungen erwartet. Insbesondere wollte sie mit Fayyes al-Sarraj zusammenkommen, der gemäß einer unter Vermittlung der UNO ausgehandelten Vereinbarung zur Bildung einer Regierung der nationalen Einheit Ministerpräsident werden soll. Das Abkommen stößt in Libyen aber auf Widerstand.
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