Land Tirol will „Fünf Euro pro Quadratmeter“-Wohnungen realisieren

Innsbruck (APA) - Das Land Tirol will für Menschen mit geringem Einkommen Wohnungen mit einem Mietpreis von rund fünf Euro pro Quadratmeter ...

Innsbruck (APA) - Das Land Tirol will für Menschen mit geringem Einkommen Wohnungen mit einem Mietpreis von rund fünf Euro pro Quadratmeter im geförderten Wohnbau realisieren. Sein Wunsch sei es, in den nächsten zwei bis drei Jahren „500 bis 700 Wohnungen“ auf den Markt zu bringen, sagte der zuständige Landesrat Johannes Tratter (ÖVP) am Freitag bei einer Pressekonferenz in Innsbruck.

Ziel sei es, „gut situierte Grundstücke“ in der Größenordnung zwischen 1.000 und 2.000 Quadratmetern zu bekommen. Darauf sollen Kleinwohnanlagen mit 15 bis 25 Wohnungen entstehen, erklärte Tratter. Die Einkommensgrenze, bis zu der solche Wohnungen für Geringverdiener infrage kämen, soll bei zwei Dritteln der bestehenden Höchstgrenze in der Wohnbauförderung eingezogen werden.

Neben den Gemeinden seien auch die Kirche und Private gefordert, entsprechende Grundstücke anzubieten. Diese sollen von Gemeinden im Wege des Baurechts über 50 Jahre den gemeinnützigen Bauträgern zur Verfügung gestellt werden. Das Land werde selbst Grundstücke, etwa vom Tiroler Bodenfonds, zur Verfügung stellen und Gelder der Wohnbauförderung einbringen, kündigte Tratter an. Die gemeinnützigen Bauträger seien jedenfalls gefordert und stünden bereits bereit, hieß es.

85 Prozent der Wohnungen sollen über die jeweilige Gemeinde vergeben werden, 15 Prozent durch das Land. Die Einheiten würden laut dem Landesrat eine einfache Ausstattung bzw. „Einschränkungen“ aufweisen. So sei etwa der Verzicht auf ein Kellergeschoß bzw. eine Tiefgarage vorgesehen.

Tratter sprach von einem „Bündel von Maßnahmen“ und einem „Weg zu einem echten sozialen Wohnbau unter den heutigen technischen Voraussetzungen“. Der ebenfalls bei der Pressekonferenz anwesende Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) nannte das „5 Euro“-Projekt eine „sehr engagierte Zielsetzung“ und eine „entscheidende Maßnahme“, Wohnungssuchenden mit geringem Einkommen den Zugang zu leistbarem Wohnraum zu ermöglichen.