Politik in Kürze

Auftakt zur Wahl und dicke Luft

Schworen sich auf den Wahlkampf ein: Doris Reheis (BM-Kandidatin Imst), Ingo Mayr (Roppen), Brigitte Praxmarer (Flaurling) und Hans-Peter Bock (Fließ, v. l.).
© Hitthaler

Die SPÖ rief gestern nach Völs zum Wahlkampfauftakt für die Gemeinderatswahlen. SP-Chef Ingo Mayr und der rote Gemeindevertreterverband ware...

Die SPÖ rief gestern nach Völs zum Wahlkampfauftakt für die Gemeinderatswahlen. SP-Chef Ingo Mayr und der rote Gemeindevertreterverband waren die Gastgeber für rund 60 Parteivertreter. Mayr ist Bürgermeister in Roppen und tritt zur Wiederwahl an. Die SPÖ stellt derzeit 24 Bürgermeister und 398 Gemeinderäte. In 120 Gemeinden wolle die Partei antreten. Der eine oder andere rote Bürgermeister mehr solle es werden, sagte Mayr. „Wir wollen den Anteil von Frauen und Jungen in den Gemeindeparlamenten ausbauen und die Zahl unserer Gemeinderäte erhöhen.“

Die Grünen starten heute in Telfs in den Gemeinderatswahlkampf. Die Parteispitze lädt zum Treffen ein. Landessprecher Georg Willi zeichnet für den Gemeinderatswahlkampf verantwortlich. Bürgermeister stellen die Grünen derzeit keinen. In 40 Gemeinden wolle man kandidieren. Die Chancen auf eine Bürgermeisterkandidatin hielt Willi zuletzt für intakt.

Die Bauern haben auch ein Ziel bei den Gemeinderatswahlen. „Keine Gemeindestube ohne bäuerliche Vertretung“ lautet die Devise von Bauernbund-Direktor Peter Raggl. Rund 80 der 279 Tiroler Gemeinden würden derzeit von einem bäuerlichen Bürgermeister geleitet. In den Gemeindestuben säßen zudem 800 bäuerliche Gemeinderäte. Das Interesse der Bauern, sich zu engagieren, erklärt Raggl so: „Auf Gemeindeebene werden viele Entscheidungen zu Grund und Boden getroffen.“

Verkehrslandesrätin Ingrid Felipe (Grüne) bleibt dabei: Der Lufthunderter wirkt. Die Schadstoffe hätten sich dadurch reduziert. Ein Bericht des Umweltbundesamtes hatte Tirol bescheinigt, das Bundesland mit der höchsten Stickstoffdioxid-Belastung zu sein. Die Schadstoffe seien von 2014 auf 2015 gestiegen. Das Umweltbundesamt ziehe die Tagesmittelwerte heran, das Land die Jahresmittelwerte. Diese seien entscheidend, erklärt Felipe. 2014 habe die Wetterlage dafür gesorgt, dass die Schadstoffbelastung gering gewesen sei. 2015 sei das Wetter für die Luft schlechter gewesen und der Verkehr weiter gestiegen. Es sei dem Lufthunderter zu verdanken, dass das Schadstoffausmaß geringer ausgefallen sei. (aheu)