Altstadtmünzen gingen zur Neige
Im Weihnachtsgeschäft wurden Geschenkmünzen knapp, eine Aufstockung ist schwierig.
Innsbruck – Die Innsbrucker Innenstadt/Altstadt-Geschenkmünzen im Stückwert von 10 und 50 Euro, mit denen Kunden in über 200 Geschäften sowie zahlreichen Cafés und Restaurants bezahlen können, sind äußerst beliebt. So beliebt, dass der Münzvorrat diesmal in der Weihnachtswoche zur Neige ging.
Das Volumen zu erhöhen sei jedoch „sehr schwierig“, meint Thomas Hudovernik, Obmann des Innenstadtvereins. Die Münzen würden in Kooperation mit der Tiroler Sparkasse aufgelegt – „und wir können sie nicht unbegrenzt produzieren lassen“. Schließlich unterliege man hier „vielfältigen Beschränkungen“ – von den Kapitalmarktgesetzen bis hin zu komplexen Vereinbarungen mit der Sparkasse. Zudem müsse der Vereinsvorstand persönliche Haftungen eingehen. Man arbeite zusammen mit der Sparkasse „intensiv an einer Lösung“, so Hudovernik, „ich kann aber nicht versprechen, ob das gelingt“. Beibehalten wolle man die Münzen auf jeden Fall, ihre Optik und Haptik machten sie bei den Kunden so begehrt.
„Ein Geschenkmünzensystem dürfen nur Banken betreiben“, erklärt Andreas Glätzle, Pressesprecher der Tiroler Sparkasse, die als ausgebende und einziehende Stelle fungiert – kostenlos als Partner der Kaufleute, wie er betont. Dass die Nachfrage vor Weihnachten „extrem hoch war“, wertet Glätzle als „gutes Zeichen“. Und schon ab 30. Dezember seien wieder Münzen verfügbar gewesen. Über höhere Auflagen könne man nachdenken, dies müsse aber von den Kaufleuten ausgehen. Der Aufstockungs- und Nachforderungsprozess sei jedenfalls „langwierig“, da die Münzen strenge Sicherheitsvorkehrungen erfüllen müssten. Wer Weihnachten 2016 „auf Nummer sicher gehen“ wolle, sollte Anfang Oktober Münzen kaufen, rät Glätzle, „erfahrungsgemäß schmilzt der Münzvorrat ab Ende September dahin“. (md)
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