Fußball: Windtner will Europas Stimmen für Infantino bei FIFA-Wahl

Linz (APA) - Nach dem endgültigen Rückzug von Michel Platini aus dem Rennen um den Job als Präsident des Fußball-Weltverbandes (FIFA) wünsch...

Linz (APA) - Nach dem endgültigen Rückzug von Michel Platini aus dem Rennen um den Job als Präsident des Fußball-Weltverbandes (FIFA) wünscht sich ÖFB-Boss Leo Windtner die bestmögliche Unterstützung der UEFA für Gianni Infantino. Der aktuelle UEFA-Generalsekretär aus der Schweiz gilt nun als Hoffnungsträger Europas bei der Wahl des neuen FIFA-Chefs am 26. Februar in Zürich.

Um Infantino auf den Thron des Weltverbands zu hieven, benötige man aber unbedingt eine europäische Einigkeit, betonte Windtner am Freitag gegenüber der APA. „Jetzt geht es darum, dass die UEFA geschlossen hinter Infantino steht“, sagte der Oberösterreicher auch im Wissen darum, dass es bei vergangenen FIFA-Kongressen um Europas Einigkeit nicht immer gut bestellt war.

Windtner kennt Infantino seit Jahren und hat vom 45-Jährigen eine hohe Meinung. „Er ist ein absoluter Fachmann und eine durchaus solide Persönlichkeit.“ Die Aussicht des Schweizers auf eine Kür zum FIFA-Präsidenten sei nicht schlecht. „Das Match ist offen. Ich glaube, Infantino hat gute Chancen, aber die Grundvoraussetzung dafür ist, dass Europa geschlossen auftritt“, vermutete der ÖFB-Präsident.

In diesem Zusammenhang kommt dem Außerordentlichen Kongress der UEFA in Zürich am 25. Februar, also einen Tag vor dem FIFA-Kongress, eine besondere Bedeutung zu. „Da erwarte ich mir, dass Europa eine klare Position für die FIFA-Wahl festlegt und auch Weichenstellungen für die Zukunft der UEFA vornimmt“, erklärte Windtner.

Möglicher Anwärter auf die Nachfolge Platinis als UEFA-Präsident ist der niederländische Verbandschef Michael van Praag. „Er ist ein sehr seriöser Kandidat, es können aber natürlich auch noch andere Kandidaten auftauchen“, sagte Windtner.

Anwärter auf den FIFA-Chefsessel sind neben Infantino der jordanische Prinz Ali bin al-Hussein, Scheich Salman bin Ibrahim Al Chalifa aus Bahrain, der Franzose Jerome Champagne und der Südafrikaner Tokyo Sexwale.