Handball: ÖHB-Männer in WM-Quali nach Kantersieg locker gegen Italien

Maria Enzersdorf (APA) - Österreichs Handball-Männer gehen am Samstag (20.25 Uhr/live ORF Sport +) hochmotiviert in das „Heimrückspiel“ der ...

Maria Enzersdorf (APA) - Österreichs Handball-Männer gehen am Samstag (20.25 Uhr/live ORF Sport +) hochmotiviert in das „Heimrückspiel“ der WM-Qualifikation gegen Italien. Nach dem 40:27-Kantersieg in Triest am Mittwoch sind die Gastgeber in der Südstadt klarer Favorit. „Die Frage ist aber schon, wie wir auf so einen hohen Sieg reagieren“, mahnte Teamchef Patrekur Johannesson bei einem Pressetermin am Freitag.

Der Isländer zeigte sich mit dem Auftritt in Italien sehr zufrieden. „Wir haben das gut gelöst, waren sehr fokussiert. Auch wenn das Spiel seiner Truppe am Anfang „hektisch“ gewesen sei. „Das ist normal“, betonte der 43-Jährige nicht zuletzt im Hinblick auf die Unerfahrenheit der aktuellen Auswahl. In Triest verfügten etwa elf der 16 Kaderspieler über weniger als 25 Länderspiele, 8 davon hatten sogar weniger als 10 Partien am Konto. Ein Umstand, den nicht nur Rücktritte, sondern auch Verletzungen u.a. von Viktor Szilagyi, Maximilian Hermann, Romas Kirveliavicius und Robert Weber eingetreten ist.

„Man sieht, im Vergleich zur WM in Katar 2015 fehlen ein paar hundert Länderspiele“, meinte Johannesson lakonisch. Doch er ist sich sicher: „Italien kann gut Handball spielen, aber wir sind besser.“ Für ihn gilt es, seine Truppe auch geistig auf Trab zu halten. „Die Frage ist immer, wie man auf so einen hohen Sieg reagiert. Dann kommt dann automatisch, dass die Spieler denken, dass kommt von alleine“, betonte Johannesson, der die Übungseinheit vor der Pressekonferenz zu diesem Behuf prompt „ausgebaut“ hatte: „Deswegen haben wir heute etwas länger trainiert.“

Kein Problem für Nikola Bilyk, den 19-jährigen ÖHB-Jungstar, der im Sommer zum Handball-Traumclub THW Kiel wechselt. „Es macht derzeit irrsinnig viel Spaß, weil alle fokussiert sind und sich verbessern wollen. Ich glaube, wir machen einen guten Job und denke, dass wir in der Zukunft mit diesem Team einiges erreichen können“, meinte der Rückraumakteur, der in Italien mit neun Treffern dominierte.

Auch wenn Bilyk vorerst nur an die Italien-Partie denken wollte - das Auswärtsduell mit Rumänien in Baia Mare am kommenden Donnerstag dürfte wohl zum vorentscheidenden und schwersten Spiel der Qualifikationsgruppe werden. „Rumänien ist sicher der stärkste Gegner, aber ich glaube, dass wir das schaffen können“, meinte Bilyk. Johannesson unterstrich diesen Optimismus: „Ich traue ihnen auch in Rumänien sehr viel zu.“ Das Heimspiel gegen die Osteuropäer hatte man im Herbst 27:24 gewonnen.

Sollte sich Österreich tatsächlich Platz eins sichern, dann steht der Johannesson-Sieben der echte Brocken noch bevor. Dann nämlich wartet im Play-off im Juni auf einen Teilnehmer der Mitte Jänner startenden EM in Polen.

Schon jetzt sorgt beim ÖHB aber der neue Ausrüstervertrag mit der dänischen Sportartikelmarke „Select“, die sämtliche ÖHB-Auswahlen seit diesem Jahr einkleidet, für Freude. Und die Tatsache, dass die beiden Heimspiele gegen Italien und Finnland ausverkauft sind. „Wir hätten die Halle zweimal füllen können“, sagte ÖHB-Generalsekretär Martin Hausleitner.