Nach Pröll-Absage: Wird jetzt Andreas Khol VP-Kandidat?

Der Favorit der Volkspartei auf eine Bundespräsidentenkandidatur, Erwin Pröll, sagte am Donnerstag ab. Nun wird gerätselt, wer statt ihm auf den Stimmzettel kommt. Gute Karten dürfte dabei der Tiroler Andreas Khol haben.

Andreas Khol war als ÖVP-Klubchef einer der Architekten von Schwarz-Blau.
© APA/GEORG HOCHMUTH

Wien – Die Gerüchteküche in Sachen ÖVP-Bundespräsidentschaftskandidat brodelt immer heftiger. Am Freitagnachmittag berichteten Medien, dass Seniorenbund-Obmann Andreas Khol der Mann der Stunde sein könnte. Khol selbst war für die APA nicht erreichbar, seine Sprecherin verwies lediglich auf die Parteivorstandssitzung am Sonntag, die Bundespartei ebenso.

Für die Rolle als Elder Statesman würde sich das Mastermind von Schwarz-Blau zweifelsohne eignen. Der Tiroler war langjähriger Klubchef der ÖVP und bis 2006 vier Jahre lang Nationalratspräsident. Seit 2005 ist er Obmann des ÖVP-Seniorenbunds.

Mit derzeit 74 Jahren wäre Khol der älteste in der bisher bekannten bzw. wahrscheinlichen Kandidatenriege. Seinen 75er am 14. Juli würde er im Falle seines Sieges kurz nach seiner Angelobung feiern.

Zuletzt hatte er sich noch demonstrativ für Erwin Pröll starkgemacht und diesen als seinen „absoluten Wunschkandidaten“ bezeichnet: „Die Partei liegt ihm zu Füßen, wenn er es macht. Ich hoffe, dass er antritt.“ Diese Hoffnung wurde indes nicht erfüllt, und nun gilt Khol der „Kleinen Zeitung“ und dem „profil“ selbst als realistischer Kandidat. (APA)


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