US-Börsen im Verlauf kaum verändert
New York (APA) - Die New Yorker Aktienbörse hat am Freitag im Verlauf wenig verändert tendiert. Die Beruhigung an Chinas Aktienmärkten hat d...
New York (APA) - Die New Yorker Aktienbörse hat am Freitag im Verlauf wenig verändert tendiert. Die Beruhigung an Chinas Aktienmärkten hat die Wall Street zum Wochenschluss etwas stabilisiert. Ein starker US-Arbeitsmarktbericht gab den Notierungen in New York indes keinen zusätzlichen Schwung.
Gegen 19.55 Uhr notierte der Dow Jones mit einem unwesentlichen Plus von 3,56 Zählern oder 0,02 Prozent bei 16.517,66 Punkten. Auf Wochensicht steht für den US-Leitindex ein Minus von mehr als 5 Prozent zu Buche. Schuld ist insbesondere die insgesamt schwache Börsenentwicklung in China, die seit dem Jahresauftakt die Aktienmärkte weltweit auf Talfahrt geschickt hatte.
Der S&P-500 Index lag moderate 0,83 Punkte oder 0,04 Prozent im Minus bei 1.942,26 Zähler. Der Nasdaq Composite Index erhöhte sich leicht um 8,35 Zähler oder 0,18 Prozent auf 4.697,77 Einheiten.
Nachdem die chinesischen Festlandsbörsen wegen heftiger Kurseinbrüche gleich zweimal vorzeitig geschlossen hatten, schafften sie es vor dem Wochenende klar ins Plus. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg kauften staatlich kontrollierte chinesische Fonds erneut Aktien, um den Markt zu stützen.
Den neuen und umstrittenen Schutzmechanismus zur automatischen Unterbrechung des Handels bei großen Schwankungen will die Regierung in Peking zunächst nicht mehr anwenden. Außerdem legte die Zentralbank den Kurs für den Yuan höher fest und milderte damit die Angst vor einem weltweiten Abwertungswettlauf der Währungen.
Hingegen bleibt der amerikanische Arbeitsmarkt robust: Die US-Wirtschaft hatte im Dezember deutlich mehr neue Stellen geschaffen als erwartet. Zudem wurde der Anstieg für die beiden vorangegangenen Monate nach oben korrigiert. Allerdings hatten die Stundenlöhne im Dezember überraschend stagniert - Volkswirte hatten mit einem Anstieg gerechnet.
Dies könnte die US-Notenbank Fed nach der im Dezember vollzogenen Zinswende davon abhalten, „die Normalisierung der Geldpolitik allzu schnell voranzutreiben“, gab Analyst Andreas Paciorek vom Handelshaus CMC Marktes zu bedenken. Ohne weitere Zinserhöhungen halte der Aufwertungsdruck auf den Dollar an. Bereits jetzt kämpft die US-Exportwirtschaft mit der starken Landeswährung, die ihre Produkte im Ausland verteuert.
Die Rohstoffpreise erholten sich trotz der Entwicklung in China nur kurz von ihren massiven Verlusten der vergangenen Tage, rutschten dann aber weiter ab. Entsprechend verloren die Aktien der Ölkonzerne Chevron und ExxonMobil 1,2 Prozent beziehungsweise 0,7 Prozent.
Die Papiere von Alcoa sanken um 2,1 Prozent. Der Aluminiumriese gab bekannt, wegen der schwachen Marktverfassung seine Kapazitäten in den USA zu kappen und eine Aluminiumschmelze in Indiana zu schließen. Alcoa eröffnet am Montag die US-Berichtssaison.
Die Titel des US-Unterhaltungskonzerns Time Warner kletterten hingegen um 1,9 Prozent. Die „New York Post“ hatte zuvor darüber berichtet, dass aktivistische Aktionäre Druck auf Time Warner ausüben wollten, um entweder eine Abspaltung oder den Verkauf des erfolgreichen Bezahlsenders HBO zu erreichen. Am Donnerstag war nach Börsenschluss allerdings auch die Vertragsverlängerung mit Konzernchef Jeff Bewkes um weitere drei Jahre bekannt gegeben worden.
Bei FedEx konnten sich die Anteilseigner über Kursgewinne von 1,35 Prozent freuen. Nach einer besonders gründlichen Wettbewerbsuntersuchung billigte die EU-Kommission die Übernahme des niederländischen Rivalen TNT Express.
~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA575 2016-01-08/20:06
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